HA Aktiv: Nachhaltiges Wirtschaften geht anders

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„Die Ansicht des Oberbürgermeisters, dass sich die Stadt Hagen auf einem guten Sparweg befindet, können wir absolut nicht teilen. Um eine derartige Aussage tätigen zu können, müsste man erst einmal einen dezidierten Überblick über die Kostenverursacher innerhalb der Verwaltung haben,“ so Hagen-Aktiv-Fraktionschef Josef Bücker zu den jüngsten Aussagen der Verwaltungsspitze. „Dies ist aktuell nicht der Fall.“

Anlass für die massive Kritik der Freien Wählergemeinschaft ist, dass Hagen Aktiv bereits vor einem Jahr einen Antrag gestellt hat, der die Verwaltungsspitze dazu beauftragt, den Konzern Stadt in allen Bereichen betriebswirtschaftlich abzubilden – und zwar in Form betriebswirtschaftlich aufgebauter Beschlussvorlagen. Obwohl dieser Ratsbeschluss seit dem 01. Januar 2011 bindend ist, erfolgte eine Umsetzung bis dato nicht.

Hagen Aktiv ist überzeugt, dass ein Großteil der städtischen Budgetverantwortlichen nicht in der Lage ist, Kosten nachhaltig zu ermitteln und sachgerecht fortzuschreiben. „Wir schätzen, dass 20-30 Prozent des städtischen Defizits hausgemacht sind. Ursächlich hierfür sind mangelhafte Fachkenntnisse bei den Führungskräften und ineffiziente Prozessketten.

Solange die Verwaltungsspitze das Gegenteil nicht anhand belegbarer Zahlen – wie wir diese seit langem fordern – nachweisen kann, bleiben wir bei dieser Überzeugung,“ so der Hagen Aktiv-Vorsitzende Josef Bücker weiter. Als Beleg führt Hagen Aktiv mangelhaft kalkulierte Bauprojekte sowie eine überdurchschnittliche Vergabe externer Gutachter- und Beratungsleistungen an.

„Aufgrund einer unzureichenden Kostenerfassung bei der Stadt befinden wir uns in einer dauerhaften Abwärtsspirale. Umso erstaunter sind wir, dass man sich seitens der Verwaltungsspitze auf einem guten Weg wähnt. Sollte die Verwaltung ihre Defizite in der betriebswirtschaftlichen Planung wie auch beim Projektmanagement nicht schleunigst verbessern, wird uns auch ein Stärkungspakt Stadtfinanzen auf dem Weg aus der Schuldenkrise nicht weiterbringen,“ so Bücker weiter. „Sparmaßnahmen dürfen nicht ausschließlich auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger erfolgen, sondern auch die Verwaltung – vor allem aber deren Führungskräfte – muss sich aktiv und nachhaltig am Konsolidierungsprozess beteiligen.“

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