Armut nimmt weiter zu – sichere Arbeit und faire Arbeitsbedingungen werden immer wichtiger

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Eine besorgniserregende Entwicklung sieht der DGB in Hagen in der wachsenden Armut. In den Bundesländern nimmt die Zahl der armutsgefährteten Menschen trotz des viel gepriesenen Abbaus der Arbeitslosenzahlen zu.

Für NRW stellt das statistische Bundesamt einerseits einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen von 8,9 % auf 8,7 % fest – gleichzeitig wächst die Zahl der Armen im Land von 15,2 % auf 15,4 %. Besonders betroffen sind die Migranten. 2010 waren in Deutschland 26 % der Menschen mit Migrationshintergrund armutsgefährdet. Damit war ihr Armutsrisiko mehr als doppelt so hoch wie das der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund (12 %). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober mit. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund umfasst sowohl Deutsche mit Migrationshintergrund als auch Ausländer. Gemäß der Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung auskommen müssen.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund in Hagen eine zentrale Herausforderung an Politik und Wirtschaft. Für den Hagener DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt wirkt offensichtlich der ausufernde Niedriglohnsektor in besonderem Maße. „Jetzt muss es darum gehen,  auf der einen Seite dieser Entwicklung durch die Erhöhung der Einkommen zu begegnen und auf der anderen Seite die Daseinsversorgung und –vorsorge zuverlässig zu sichern.“ 

Die Gewerkschaften wollen das Thema auch in ihren Tag für faire und sichere Arbeit am kommenden Donnerstag in der Hagener Innenstadt einbringen. Dort können interessierte Bürger von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit Vertretern aus den DGB-Mitgliedsgewerkschaften diskutieren.

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