Der Hagener Arbeitsmarkt im September 2011

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Die Zahl der Arbeitslosen sank um 724 oder 7,2 Prozent auf 9336, die Quote um 0,8 Punkte auf 9,8 Prozent. Erstmals seit Bereitstellung der Daten aus der Arbeitslosenstatistik für die Stadt Hagen in der neuen Form seit Anfang 2005 ist der Erwerbslosigkeitsgrad damit unter die 10-Prozentmarke gefallen.

Erneut entwickelten sich die verschiedenen Rechtskreise in gleicher Richtung, wobei auch Ältere und längerfristig Arbeitslose auch zunehmend von der Besserung der Lage profitieren. Die Zahl der arbeitslosen „Kunden“ der Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) ging um 8,6 Prozent auf 1903 zurück, die des Jobcenters Hagen (SGB II) um 6,8 Prozent auf 7433.

Bei der Bewertung dieser Entwicklung sind allerdings auch der Bevölkerungsrückgang in Hagen sowie die kreative Buchhaltung bei der Arbeitslosenstatistik zu berücksichtigen.
 
Bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren war innerhalb des letzten Monats ein Rückgang um 22,2 Prozent zu beobachten. Auch im Vorjahresvergleich gab es hier mit einem Minus von 5,6 Prozent eine sehr gute Entwicklung.

Der aktuelle Kräftebedarf ging dagegen zurück. Im September wurden 523 Stellen neu gemeldet, 110 weniger als im Vormonat, aber ein gutes Viertel mehr als vor genau zwölf Monaten. Der Stellenpool insgesamt ist weiterhin hoch. Über 1500 Arbeitsplätze sind derzeit allein in der Stadt Hagen adäquat zu besetzen.

Jetzt Qualität von guter Arbeit sichern und mehr und gute Ausbildung schaffen

Die aktuellen Arbeitsmarktmeldungen finden auch beim DGB eine positive Resonanz. Das trotz der vielen Debatten um die Unsicherheiten in der Wirtschaft die Zahl der Arbeitslosen sinkt, ist für die Hagener Gewerkschaften ein gutes Zeichen. „Natürlich begrüßen wir es, wenn mehr Menschen in Arbeit kommen“, so der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt, „allerdings machen uns allein die Zahlen nicht glücklich. Für uns kommt es nun darauf an, die neuen Beschäftigungsverhältnisse in sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze zu bringen.“

Nach wie vor schätzt der DGB  den Anteil der Leiharbeitsplätze, der Werkverträge und anderer atypischer Beschäftigungsformen als besonders hoch ein. Er fordert die Unternehmen auf, sich verstärkt auf gute Arbeit für alle zu konzentrieren. Unter diese Forderungen fällt auch die Aufforderung an die Wirtschaft, noch einmal alle Kraft darauf zu konzentrieren, allen jungen Menschen eine Lehrstelle in den Betrieben und Verwaltungen anzubieten um damit die Bedingungen für eine gute berufliche Perspektive zu organisieren.

Wie gute Arbeit aussehen kann und welche Forderungen die Hagener Gewerkschaften haben, soll am 20.10. in der Hagener Innenstadt vorgestellt werden.

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