GRÜNE fordern von Bezirksregierung und RVR, Amprion zum Einlenken zu zwingen

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Die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Hagen ist verärgert über die Reaktion der Bezirksregierung auf die Hagener Anregungen zur geplanten Höchstspannungstrasse der Firma Amprion.

Benedikta Buddeberg, GRÜNE Ratsfrau und Bezirksvertreterin in Hohenlimburg, sieht das Schutzbedürfnis der Bevölkerung massiv verletzt:

„Die Vorschläge der Stadt Hagen zu einer alternativen Trassenführung werden in der Stellungnahme der Bezirksregierung einfach ohne hinreichende Begründung abgewiesen. Es ist natürlich bittere Ironie, wenn das in der gleichen arroganten Gutsherrenmanier passiert, mit der die Stadt sonst selbst Bürgereinwendungen im Bebauungsplanverfahren abfertigt. Offenbar kennen auch die verschiedenen Ebenen der öffentlichen Verwaltung keine Verwandten, wenn es darum geht, Investorenwünsche zu bedienen. Selbstverständlich muss jede angedachte Trassenführung auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Eine simple Rechnung, die im Falle Hohenlimburg versucht, 900 gegen 100 Bürger auszuspielen, ist einfach unwürdig. Ich erwarte, dass die Stadt Hagen ihren Standpunkt zum Wohle der Bürger sowohl bei der Bezirksregierung als auch beim RVR vor der endgültigen Genehmigung der Planung noch einmal mit allem Nachdruck vertritt!“

Die Vorsitzende des Umweltausschusses, Ratsfrau Hildegund Kingreen ergänzt:

„Dieses Vorhaben lässt sich auch nicht mit dem Argument begründen, nach dem Atomausstieg müssten die Stromnetze umfassend ausgebaut werden, und daher dürfe im Einzelfall keine lokale Kritik gelten gelassen werden. Die Amprion-Pläne sind älter als der Ausstiegsbeschluss. Müssen die Netze nicht in Zukunft stärker dezentrale und regenerativ erzeugte Energie aufnehmen und verteilen, anstatt über weite Strecken Strom von Großkraftwerken zu transportieren?

Die Netzentwicklungspläne werden de facto allein von den Netzbetreibern erstellt. Es fehlt die öffentliche Mitsprache. Bis sich die Bundesregierung mal bequemt, hierzu erste Überlegungen anzustellen, müssten die Energiekonzerne ihre Netzplanungen eigentlich auf Eis legen. Amprion tut das Gegenteil und tunnelt mit seinem Projekt vor den zukünftigen Festlegungen deutscher Energiepolitik her. Wenn dabei auch noch die Bürger längs einer Trasse, deren Notwendigkeit nicht feststeht, in Mitleidenschaft gezogen werden, ist das mehr als ärgerlich. Die Genehmigungsbehörden müssen das berücksichtigen!“

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