Von Kagera bis Hagen – Fairer Handel verbindet

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Referent: Josephat Sylvand, Tansania

Donnerstag, 22. September 2011, 19.00 Uhr
Villa Post, Wehringhauser Str. 38, 58089 Hagen

Ob Bananen, Kaffee, Tee, Orangensaft, Baumwollkleidung, Schokolade, Gewürze, Konsumentinnen entscheiden bei ihrem täglichen Einkauf, welche Qualität und welche sozialen Rechte in ihrem Einkaufskorb landen. Da es den Produkten nur selten anzusehen ist, unter welchen Bedingungen sie produziert wurden, signalisiert das Fair Trade-Siegel, dass bestimmte ökologische, ökonomische und soziale Mindeststandards eingehalten werden.  Hierzu gehören der Verzicht auf Gentechnik, stabile Mindestpreise und der Verzicht auf illegale Kinderarbeit. Über sieben Millionen KleinbäuerInnen und ArbeiterInnen mit ihren Familien  in 59 Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens profitieren bereits vom Fairen Handel.

Während der „Fairen Woche“ berichten Produzentenvertreter aus erster Hand über ihre Arbeit und die Wirkungen des Fairen Handels. Gleichzeitig ist es für sie eine Chance, die Konsumentenseite kennenzulernen und diese Erfahrungen und Eindrücke in die Heimat mitzunehmen. Die Informationsveranstaltungen mit den Gästen dienen somit einem Austausch in beide Richtungen.

Auf Einladung von TransFair ist Josephat Sylvand (35) aus Tansania zu Gast in der Vortragsreihe „Gegen den Strom“. Er arbeitet als Assistant Export Manager bei der Kagera co-operative Union Ltd (KCU). KCU ist eine Kooperative von 60.000 Kleinbäuerinnen und –bauern, die in der Kagera-Region am Westufer des Victoriasees Arabica- und Robusta-Kaffee anbaut. Besonders wichtig für die Kaffeebauern war es, das Preis- und Handelsmonopol der Zwischenhändler in der infrastrukturell schlecht erschlossenen Gegend zu brechen. Seit 1993 ist KCU Fairtrade-zertifiziert.

Der Kaffeeanbau zieht sich durch Herrn Sylvands Leben wie ein roter Faden: Als Sohn eines Kaffeebauern studierte er nach seiner Schulausbildung Agrarwissenschaft und Business Administration, um 2005 bei KCU selbst in das Kaffeegeschäft einzusteigen. Zu seiner Arbeit zählt auch, den vielen Kleinproduzenten der Kooperative die Fairtrade-Standards und die Vorteile des Fairen Handels verständlich zu machen.

Der Eintritt ist frei.

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