GRÜNE: Frühe Hilfen statt später Kosten

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Kommunale Präventionsstrategien verbessern die Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern und rechnen sich für kommunale Haushalte. Rechtzeitige Hilfen und präventive Angebote sind sinnvoller als späteres Eingreifen. Das belegen Studien zum Beispiel von der Uni Gießen. Das gilt besonders im Bereich der frühkindlichen Hilfen.

Jetzt hat der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung vor den Ferien selbst um Hilfe gerufen: Der Ausschuss forderte den Rat auf, dass Thema Präventivmaßnahmen im Bereich frühkindlicher Hilfen aufzugreifen.

Ein Konzept für den stadtweiten Ausbau präventiver Hilfen samt Finanzierungsplan, erarbeitet in zahlreichen Workshops von Trägern und Beteiligten, liegt seit über einem Jahr vor. Die Bezirksregierung lehnte das Konzept mit Hinweis auf die Haushaltslage der Stadt ab, wollte aber „erläuternde Hinweise“ geben für ein Gesamtkonzept Jugendhilfe in Hagen. Diese Hinweise müssen auf dem Weg zwischen Arnsberg und Hagen verloren gegangen sein.

580.000 Euro würde die Umsetzung des Konzeptes kosten. Es setzt darauf, Kinder und Familien von der Geburt an zu begleiten. Und so die Eltern in ihrer Kompetenz zu stärken, das Kindeswohl rechtzeitig zu schützen und die Entwicklung der Kinder zu fördern.

Dabei sieht das Konzept eine enge Kooperation von professioneller und ehrenamtlicher Hilfe vor. Es soll eine lückenlose Betreuungs- und Präventionsnetzwerkstruktur geben, die den Kindern beste Entfaltungsmöglichkeiten ermöglichen soll. „Bildung und Erziehung von Anfang an“ ist das Motto für ein frühzeitiges und lebenspraktisches Unterstützungsangebot.

Mit all diesen Maßnahmen sollen die Aufwendungen für teure Erziehungshilfen (2011 voraussichtlich 21 Millionen Euro) entscheidend gesenkt werden. Abgesehen davon, wie viel Leid dadurch verhindert werden kann.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordern den Rat auf, sich hinter das Konzept zu stellen und mit der Bezirksregierung in Verhandlung zu treten. Wir dürfen nicht aufs Geld schauen, sondern auf die Zukunft. Wohin Kürzungen im Sozialbereich führen, haben nicht zuletzt die Aufstände der vernachlässigten Jugendlichen in Großbritannien gezeigt.

Eine Antwort to “GRÜNE: Frühe Hilfen statt später Kosten”

  1. Allan Quatermain Says:

    Wieviel ist Kommunal,
    wieviel ist Freier Träger?

    Diese sind doch bestimmt schon am scharren mit den Füßen,
    gilt es doch mal wieder, Fördertöpfe ab zugreifen.

    Workshop und Runder Tisch sind so die Schlagworte.
    Hört sich toll an, bringt nur nicht viel, ausser Beschäftigung für Dozenten, Drucker und die Kantine.

    Wenn es mal um die Kinder und Jugendlichen ginge.
    580.000 Euronen soll das ganze kosten. Brutto!
    Wieviel wird in die Verwaltung nebst Luftnummern vorab verplempert?

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