„Glaubenssache. Judentum – Christentum – Islam“

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Stadtmuseum Hagen präsentiert ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt

Nach anderthalb Jahren Vorbereitungszeit geht jetzt ein groß angelegtes Projekt als Ausstellung im Stadtmuseum Hagen an den Start. Unter dem Titel „Glaubenssache. Judentum – Christentum – Islam“ werden dort diese drei Weltreligionen vorgestellt. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 18. September 2011 um 15 Uhr durch Oberbürgermeister Jörg Dehm. Besucherinnen und Besucher haben dann bis zum 26. Februar 2012 Zeit, sich diese beeindruckende Schau anzusehen.

Erarbeitet wurde die Ausstellung in ihrem inhaltlichen Kern von einem Arbeitskreis, in dem Hagener Religionsgemeinschaften und andere Organisationen die thematischen Schwerpunkte bestimmt und damit das inhaltliche Konzept entworfen haben. Umgesetzt wurde dieses dann vom Historischen Centrum Hagen. Somit ist die Ausstellung ein Gemeinschaftsprojekt von Bildungs- und Kulturverein Hagen e.V., Damla Bildungsverein e.V., Diakonie Mark-Ruhr gGmbH, Evangelischer Kirchenkreis Hagen, Historisches Centrum Hagen, Jüdische Gemeinde Hagen, Jugendring Hagen e.V., Katholisches Dekanat Hagen-Witten und Pro Stadtgeschichte Hagen e.V.

Abraham ist der Stammvater der drei großen monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam. Ausgehend von diesem Fixpunkt werden die drei Religionen in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert. Damit gibt die Ausstellung gute Einblicke in religiöse Welten, die Leben und Alltag von Menschen in Deutschland bestimmen. Sie trägt bei zum besseren Verständnis und fördert so die Akzeptanz Andersgläubiger. Sie zeigt, dass eine Ebene geschaffen werden kann, die einen toleranten und respektvollen Umgang ermöglicht.

Damit ist sie auch ein Beispiel für ein erfolgreiches Miteinander, das sich durchaus auf das Zusammenleben in unserer multikulturellen Gesellschaft übertragen lässt. Die Ausstellung beleuchtet die Person Abraham näher und verortet die drei Religionen Christentum, Judentum und Islam lokalgeschichtlich und schafft so einen räumlichen Anknüpfungspunkt. In jeweils eigenen Abteilungen werden dann die einzelnen Religionen vorgestellt.

Man findet grundlegende Informationen, die multimedial präsentiert werden. Zahlreiche Ausstellungsstücke aus dem religiösen Alltag sowie wertvolle historische Exponate erläutern die einzelnen Religionen näher. Szenische Darstellungen veranschaulichen wichtige Themen, die für die jeweiligen Religionen bestimmend sind. Die Kombination all dieser Elemente schafft ein attraktives, abwechslungsreiches Erscheinungsbild und spricht Besucherinnen und Besucher auf unterschiedlichen Ebenen an. Am Ende hat man einen guten Überblick über das, was die einzelnen Religionen ausmacht. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen museumspädagogischen Programm, bei dem für jeden etwas dabei ist. Das Spektrum reicht von der informativen Führung bis zur interreligiösen Teestube.

In Wahrnehmung seines Bildungsauftrages legt das Historische Centrum Hagen besonderen Wert auf die Betreuung von Schulklassen. Für alle Schulformen gibt es altersgerechte Angebote. Ein besonderes Angebot ist das Programm „3 Religionen – 3 Experten“. Hier treten Schülerinnen und Schüler in Kontakt mit Fachleuten, die in den jeweiligen Religionen verwurzelt sind. Mit ihrer Unterstützung erkunden sie in arbeitsteiligen Gruppen jeweils eine Ausstellungseinheit und werden so selbst zu Experten. Ihr so erworbenes Wissen vermitteln sie dann ihren Klassenkameradinnen und – kameraden. Nach dem Ausstellungsbesuch haben dann Alle einen guten Einblick in die drei Religionen erhalten. Besonderes Glück haben alle jene, die schnell sind; denn die ersten 88 Klassen zahlen nichts für dieses außergewöhnliche Angebot. Möglich machen dies Fördergelder aus dem Bundesprogramm „Toleranz fördern, Kompetenz stärken“. Es lohnt sich also, schnell zu buchen: Tel.02331 / 207-2740.

Eine Antwort to “„Glaubenssache. Judentum – Christentum – Islam“”

  1. Allan Quatermain Says:

    Glaubenssache?!

    Wenn man weiss, das ca. 40 Prozent den Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft angehört, über die Hälfte der Schüler nicht getauft ist, ist es doch vermessen, Schüler ins Stadtmuseum zu beordern. Anders bekommt man auch die Zuschauerzahlen nicht voll. Auch ist es doch weiter hin toll, das Städtische Gelder und keine Kircheneinnahmen für diese Ausstellung verplempert werden.
    Eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit! Was das den Steuerzahler kostet?

    Hoffentlich werden den Schüler auch beigebracht, das die größten Kriege zwischen Christen, Moslems, Juden, oder anderen Religionsgemeinschaften stattgefunden haben, oder noch stattfinden.

    Alles unter den Mäntelchen: Wir sind Papst, oder so ähnlich.

    Einer anderen Fraktion laufen auch die Schäffchen weg, oder bleiben ganz weg. Der Deutschen Bundeskriegswehr.
    Evtl. kann man ja nach Abschluss der Ausstellung dieses Kriegsheer gewinnen, eine Fortsetzung im Stadtmuseum zu machen.
    Sponsoren gibt es auch bestimmt.
    Heckler & Koch, Kraus Maffey, Daimler, Dornier, EADS, Eurocopter,etc.
    Nicht zu vergessen auf Hagener Seite die Firmen
    Stappert, Most, Schweizer, Dahm, Kierberg, Buchholz, etc.

    Denn daran denken, das letzte Auto im leben ist immer ein Kombi!

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