DGB: Stabile Jobs schaffen und Zukunft sichern

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Die Deutschen arbeiten laut einer Studie wieder genauso lang wie vor der Wirtschaftskrise. Im ersten Quartal dieses Jahres erreichten die Vollzeitbeschäftigten wieder das Arbeitszeitvolumen aus dem dritten Quartal 2008, vor dem Ausbruch der Krise.

Das geht aus einem Bericht hervor, den das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen heraus gegeben hat. Danach arbeiteten die Beschäftigten im Schnitt wieder rund 41 Stunden in der Woche und damit eineinhalb Stunden mehr als in der Krise.

Besonders stark waren die Schwankungen in der Metall- und Elektroindustrie mit bis zu drei Stunden Differenz. Die aktuelle Arbeitszeitverlängerung gehe weit über den Effekt des Abbaus der Kurzarbeit hinaus, kommentieren die IAQ-Forscher ihre Analyse.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen sieht hier eine widersprüchliche Entwicklung. Für DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt eine schwierige Lage: „Damit dokumentieren die Unternehmen eine bessere wirtschaftliche Lage und das freut uns natürlich. Allerdings ist sie stark getragen durch Mehrarbeit. Wir schließen uns deshalb den Forderungen der IG Metall an und fordern die Betriebe auf, jetzt neue Festeinstellungen in gute Arbeit vorzunehmen. Es ist die Zeit für stabile Jobs statt einer weiteren Ausdehnung der Arbeitszeiten und prekärer Beschäftigungsverhältnisse.“

Angesichts der immer größeren Belastungen für die Beschäftigten, hält der DGB-Kreisvorsitzende auch die Zeit für gekommen wieder in die Diskussion um Arbeitszeitverkürzung einzutreten.

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