Militäreinsätze bringen keinen Frieden

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Mit bundesweit etwa 150 Veranstaltungen erinnern Gewerkschaften und Friedensgruppen zum Antikriegstag an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen am 1. September 1939, mit dem ein Vernichtungskrieg ohne Beispiel begann.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN stellt aus Anlass des Antikriegstages fest:

72 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs finden Militäreinsätze auf drei Kontinenten statt, der Waffenhandel hat Rekordniveau erreicht, und es lagern mehr Atomwaffen auf der Welt als je zuvor. Krieg scheint wieder zunehmend zu einem selbstver-ständlichen Mittel der Politik zu werden, wenn auch unter dem Deckmantel „humanitärer Interventionen“. Dabei haben die Erfahrungen der Einsätze im Kosovo, Irak und Afghanistan nur zu deutlich gezeigt, dass Militärs nicht in der Lage sind, Frieden zu schaffen und Konflikte zu lösen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt der Verein, dass die Bundesregierung im UN-Sicherheitsrat gegen einen Einsatz der NATO in Libyen gestimmt hat. Laut UN-Mandat sollten Zivilisten vor den Truppen Gaddafis geschützt werden, aber noch ist nicht absehbar, wie viele zivile Opfer die NATO-Luftschläge auf der anderen Seite gefordert haben. „Mit Sorge betrachten wir, dass davon die Rede ist, dass die NATO beim demokratischen Aufbau in Libyen Hilfestellung leisten soll und dass die Bundesregierung darüber spekuliert, ob sie nicht doch Truppen dorthin schicken soll“, erklärt dazu der Vorsitzende des HAGENER FRIEDENSZEICHENs, Dr. Christian Kingreen. „Was Libyen jetzt braucht, sind zivile Fachleute.“

Als örtlichen Beitrag zum Antikriegs 2011 lädt das HAGENER FRIEDENSZEICHEN gemeinsam mit Arbeit und Leben (DGB/VHS) und AllerWeltHaus am 13. September zu einer Veranstaltung ein zum Thema „Frieden schaffen ohne (atomare) Waffen“. Die Journalistin Regina Hagen wird über die Zusammenhänge von militärischer und ziviler Nutzung der Atomkraft informieren.

2 Antworten to “Militäreinsätze bringen keinen Frieden”

  1. Allan Quatermain Says:

    Das ganze verträgt sich aber nicht damit, dass in den Schulen
    Informationsstunden von SoldatInnen der Bundeswehr abgehalten werden.

    An manchen Schulen geben sich die Soldaten förmlich die Klinke in die Hand.

    Eingeladen werden diese Presse- und AnwerbesoldatInnen von den dortigen LehreInnen und RektorInnen.
    Das ganze wird verkauft unter Politische Bildung.
    Ob das Schulamt, bzw. das Kultusministerium darüber Bescheid weiss, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Perfide an der Sache ist auch, dass sich Pazifisten unter den Jugendlichen Schülern diese Bildung als Pflichtstunden anhören müssen. Wenn nicht, haben sie Fehlstunden im Zeugnis.
    Auch Vierzenjährige SchülerInnen wird die Bundeswehr beigebracht. Ob man will oder nicht.
    Denn es fehlen der BW Freiwillige als Kanonenfutter.
    Und da kann man auf das Alter keine Rücksicht nehmen!

  2. Vito L'Orso Says:

    Immer wieder wenn Politik und Medien versuchen uns die NATO-Militäreinsätze als „friedensbringende Maßnahmen” zu verklickern, muss ich unwillkürlich an die Parolen des „Ministeriums für Wahrheit“ (= Propagandaministerium) aus George Orwells bedrückenden Science-Fiction-Roman »1984« denken: „Krieg ist Frieden – Freiheit ist Sklaverei – Unwissenheit ist Stärke!”

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