DGB Hagen: Wachsende Altersarmut droht

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Nach Informationen aus dem Bundesarbeitsministerium gingen 660.000 Rentner im Alter von 65 Jahren bis 74 Jahre einer Arbeit nach oder mussten die staatliche Grundsicherung nutzen. Für den Hagener DGB ein deutliches Zeichen für eine Fehlentwicklung. In den vergangenen 10 Jahren ist die Zahl der Rentner, die einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgehen, um fast 60% angestiegen. Im Jahr 2000 waren es 416.000 Rentner, die auf einen Zuverdienst angewiesen waren.

Für den Hagener DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt eine Entwicklung, die Anlass zur Sorge gibt: „Auch wenn es Rentner gibt, die aus eigener Lust einen Nebenjob bekleiden, besteht für die meisten Betroffenen die Notwendigkeit als Ergebnis von prekärer Beschäftigung und gebrochener Erwerbsbiographie. Das trifft natürlich auch Menschen in Hagen. Es wird immer notwendiger gute und fair bezahlte Arbeit zu sichern, um diesen Prozess für die Zukunft auszuschließen.“

 Auch die ausgewiesene Zahl von 400.000 Menschen über 65 Jahre, die die staatliche Grundsicherung beantragen mussten, ist in den vergangenen Jahren erheblich größer geworden. Damit wächst die Anzahl derer, die im Alter auf eine Art Hartz IV angewiesen sind.

Eine Antwort to “DGB Hagen: Wachsende Altersarmut droht”

  1. Allan Quatermain Says:

    Ich kann mich nur wiederholen:

    An der ganzen Misere ist der DGB mit seinen Einzelgewerkschaften nicht ganz so Unschuldig, wie er hier tut!

    Verdiente Gewerkschaftsbosse wurden mit Pöstchen bei den Rentenkassen bedacht, oder saßen Paritätisch in gewissen Aufsichtsratsorganen von Gremien.
    Die Vice DGB-Tante und der Stellvertreter in der damaligen DAG fallen mir spontan ein.
    Zu derBlümschen Formel, „die Rente ist sicher!, wurde nichts entgegen gesetzt.
    Außer dumm herum labern, oder am besten sofort geschwiegen, wurde seit ca. 1995 das Ende der Sozialsysteme in Deutschland eingeläutet.

    Den Ost-Rentnern wurde unserer Rentensystem übergestülpt.
    Bezahlt aus Kassen der Rentenzahler West.
    Achso, ein kleiner Teil für die Rentenkassen wird durch eine Erhöhung der Spritsteuer finanziert.
    Rauchen für die Krankenkassen, Sprit verbrauchen für die Rentenkassen, ist heute ein Slogan.
    Dann ging der Niedergang mit der Rente weiter unter dem Basta Kanzler und jetzigen Mister Pipelinengas.
    Der Rentenfaktor wurde auf fast Null Prozent heruntergefahren.
    Ebenso gab es die letzten Jahre nur noch Nullrunden bei den Rentenanpassungen. Da ist das Porto der Bescheide höher, als
    die Rentenerhöhung von zb. letzlig ca. 0,9 Prozent.
    Den Rest kassiert das andere Sozialsystem durch Erhöhung der Krankenkassengebühren, Paraxiseintrittsgebühren, Medikamentenzuzahlungen, usw.

    Infolge der Inflation hat ein Eckrentner im Westen seit dem Jahre 2000
    ca. 10 Prozent weniger in der Tasche, bei einen Ostrentner sind es
    etwas über 20 Prozent.
    Bekam ein sogenannter Eckrentner 1990 noch ca. 70 Prozent
    seines Verdienstes als Rente,
    so bekommt er heute lt. UIni Duisburg-Essen bei ca. 45 Jahre Erwerbsleben noch ca. 43 Prozent.
    Tritt ein heutiger Arbeitnehmer irgend wann einmal in das Rentenalter mit dann 67 Jahren, oder wenn er es evtl. noch weit darüber schafft, wird seine Rente bei ca. 47 Prozent vom letzten Bruttogehalt liegen.
    Und liegt damit etwas über den Satz, den ein heutiger Rentner in der Grundsicherung auch bekommt!!!
    Jedes Jährchen eher in Rente, schmälert die Geldbörse um einige Prozente und das ganze bis zum Lebensende.
    Da sind einige Witwen oder Witwer gezwungen, bei 60 Prozent Hinterbliebenenrente, noch mit 70 Jahre putzen, etc. zu gehen.
    Wer da noch Arbeitet und Sozialabgaben bezahlt, muss „Malle in der Birne,“ sein.

    Deutschland als Exportland Nr.1 hatte in den letzten Jahren nicht nur die niedrigsten Lohnsteigerungen bei den Arbeitnehmer.
    Sondern es wurde mit Hilfe der Parteien und auch der Gewerkschaften , der Niedriglohnsektor, wie 400 EURO-Jobber, 1 EURO-Kräfte, Zeitarbeit ohne Mindestlohn, weiter ausgebaut.
    Wie man im Niedriglohnsektor davon noch die 2.te Rentensäule finanzieren soll, bleibt mir ein Rätsel.
    Von der 3.ten Rentensäule, den Arbeitgeberbeiträgen zu einer Firmenrente, hieße hier ein neues Fass auf zu machen.
    In den USA zb. sind die das Papier nicht mehr wert, auf das diese Rentenpapiere gedruckt wurden.
    Man wird sich auch hier in Deutschland an Ältere im Arbeitsleben gewöhnen müssen. Nicht weil sie es wollen, nein weil sie es müssen.

    Und am ganzen, da ist der DGB mit seinen Einzelgewerkschaften nicht ganz so unschuldigt, wie er jetzt tut.

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