DGB-Hagen: Ohne Kampf kein Erfolg

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hagen begrüßt die Einigung in den Tarifauseinandersetzungen der Journalisten. Für den Hagener DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt ein Erfolg, der in die richtige Richtung geht.

„Obwohl nur 1,5% bei den Lohn- und Gehaltsvorstellungen erreicht werden konnten, sind vor allem die Versuche der geplanten massiven Verschlechterungen für Berufseinsteiger verhindert und die Sicherung des Manteltarifvertrages und die Altersversorgung durchgesetzt worden. Ohne die vielen Aktionen und engagierten Streikmaßnahmen wäre das wohl nicht gelungen.“

Die Hagener Gewerkschaften freuen sich darauf, dass die Redakteure nun wieder für gute Zeitungen sorgen können.

„Herzlichen Glückwunsch an die streikenden Zeitungsredakteure. Die von den Verlegern beabsichtigte Abwertung des Journalistenberufs ist verhindert worden. Die heftig umstrittenen Verschlechterungen für Berufseinsteiger sind vom Tisch, “ betonte auch Michael Hermund, Vorsitzender der DGB-Region Ruhr-Mark.

Das sei das Verdienst von Journalistinnen und Journalisten, die mit ihren Streiks den Angriff der Verleger auf die Tarifverträge und die Berufsperspektive der Jungen abgewehrt haben. Allein am gestrigen Mittwoch hätten sich aus den Redaktionen in der Region Dutzende am Arbeitskampf beteiligt. Bundesweit waren es 2.000.

Nach siebzehnstündigen Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen wurde am Morgen eine Einigung erzielt.

Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure vom 1. Mai 2012 an 1,5 Prozent mehr Gehalt, im Oktober 2011 sowie im Februar 2013 gibt es Einmalzahlungen von jeweils 200 Euro und weitere Verbesserungen. Jetzt entscheidet eine Urabstimmung über die Annahme des Ergebnisses.

„Es ist leider nicht mehr selbstverständlich, sich für Schwächere einzusetzen. Darum ist das Ergebnis so wichtig. Berufseinsteiger werden nicht benachteiligt und abgekoppelt. Solidarität zahlt sich aus. Jetzt ist es an der Zeit, nicht Organisierte anzusprechen, um sie für Gewerkschaften zu interessieren,“ meint Hermund.

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