Gevag: Insolvenzverfahren eröffnet

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Vor zwei Monaten zeigte man sich noch, wie es so schön heißt, „verhalten optimistisch“. Jetzt dürfte die letzte Runde eingeläutet sein: Gevag geht, nachdem damals schon ein Vorverfahren eröffnet wurde, endgültig in die Insolvenz.

Sowohl über das Vermögen der Gevag Schrauben GmbH + Co. KG als auch deren persönlich haftende Gesellschafterin, die Gebler & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, wurde wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgte aufgrund des bereits am 15.06.2011 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin, vertreten durch den Geschäftsführer André Gebler.

Forderungen der Gläubiger können bis zum 02.09.2011 beim Insolvenzverwalter, dem Hagener Rechtsanwalt Thorsten Klepper, angemeldet werden.

Keimzelle der Gevag war die 1879 gegründete „Schrauben- und Eisenwarenhandlung mit Fabrikation“ Kuhlhoff & Fressel. 1950 wurde die Gebrüder Gebler Automatendreherei, die später in Schwelmer Schraubenwerk Gebr. Gebler & Co KG umfirmierte, gegründet. Diese übernahm im Jahre 1973 die Breckerfelder Heinrich Vagedes GmbH und Co KG. Ein Jahr später wurden alle drei Firmen zur heutigen Gevag zusammengelegt.

Zuletzt hatte das Unternehmen Standorte in Hagen und Breckerfeld sowie in Tschechien, Rumänien und Bulgarien. Für die beiden heimischen Unternehmensteile nennt Gevag 68 Beschäftigte, deren Arbeitsplätze jetzt wohl kaum noch zu retten sind.

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