Der Hagener DGB fordert mehr Ausbildungsstellen und Qualifizierung

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Die monatliche Berichterstattung der Agentur für Arbeit und deren Einschätzung durch den DGB in Hagen weichen weiterhin voneinander ab. Während die Agentur das „Glas als halbvoll“ beschreibt, bleiben die Gewerkschaften dabei, dass die Entwicklung weiterhin viele Fragen aufwirft.

Die vermeintliche Logik der ansteigenden Zahlen bei den Jugendlichen durch beendete Ausbildungen und Schulbesuche, konterkariert die Debatte um den so genannten Fachkräftemangel und macht deutlich, dass viele Unternehmen die Zeichen der Zeit mehr in Verlautbarungen als in der Sicherung und Schaffung guter Arbeit und Ausbildung für Jugendliche zum Ausdruck bringen.

Für den Hagener DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt eine negative Entwicklung. „Hier muss entschieden mehr getan werden. Die Schülerzahlen gehen zurück und die Zahl der jungen Menschen, die nach der Ausbildung nicht übernommen werden, bleibt auf hohem Niveau. Hier müssen die Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen.“

Besonders kritisch betrachtet der Gewerkschafter die Entwicklung bei den langzeit erwerbslosen Jugendlichen und älteren Arbeitslosen. Deren Anteil ist sowohl bei den jüngeren zwischen 15 und 25 Jahren mit 66,5% und bei den Älteren zwischen 55 und 65 Jahren mit knapp 70% besonders hoch. Aus dieser Gruppe haben 88.2% keine abgeschlossene Ausbildung, was ein weiteres Alarmsignal sein sollte.

Vor diesem Hintergrund hält der DGB die Politik der Bundesarbeitsministerin die finanziellen Mittel bei der aktiven Förderung von Erwerbslosen zu reduzieren, für völlig verfehlt. „Was wir nach wie vor und immer dringender brauchen, sind Qualifizierungsoffensiven auf breiter Ebene.“, so Marquardt.

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