Der Douglas-Chef und die gestörte Friedhofsruhe

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Jörn Kreke, Chef des Douglas-Aufsichtsrats, kommt bei Bestattern ins Gerede. Bei seiner Finanzierungsfirma häufen sich angeblich Zahlungsprobleme.

Er trägt den Verdienstorden Nordrhein-Westfalens, die Ehrendoktorwürde der Fernuni Hagen und seine Firma den Deutschen Marketingpreis. Nicht einmal der Deutsche Handelspreis fehlt in der Sammlung von Dr. Dr. h.c. Jörn Kreke, dem 71-jährigen Architekten und Aufsichtsratsvorsitzenden des MDax-Konzerns Douglas Holding, einem Konglomerat aus Parfümerien, Buchläden (Thalia), Konfiserien (Hussel), Schmuckläden (Christ) und Modekaufhäusern (Appelrath-Cüpper).

Der Wunsch nach Genuss und Jugendlichkeit hat ihn reich gemacht. Allein das Douglas-Aktienpaket seiner Familie (12,1 Prozent) bewertet die Börse derzeit mit 170 Millionen Euro. Nun aber ist es ausgerechnet das Geschäft mit dem Sterben, das dem guten Ruf des Kölner Kaufmanns schaden könnte.

Grund ist die ungewisse Lage der BF Bestattungsfinanz GmbH, die mit Kreke verbandelt ist. Sieben Jahre lang half die Firma Begräbnisunternehmern über die Runden, indem sie ihnen unbezahlte Kundenrechnungen über Grabschmuck und Eichensärge abkaufte. Durchschnittlich 2300 Euro kamen dabei pro Todesfall zusammen, im Süden mehr, im Osten weniger. (…)

Was kaum jemand weiß: Hinter der BF Bestattungsfinanz, deren Außenumsatz auf 40 bis 45 Millionen Euro geschätzt wird, verbirgt sich als Miteigentümer Douglas-Aufsichtsratschef Kreke. Gemeinsam mit dem damaligen Karstadt-Finanzchef Jan-Christoph Maiwaldt, 50, hatte der vormalige Douglas-Vorstandschef 2004 die Firma gegründet, an der beide Partner heute indirekt 50 Prozent der Anteile halten – Kreke über seine Familienholding Lobelia. (…)

Kreke selbst äußert sich auf Anfrage nicht. Auch BF-Geschäftsführer Harald Glöde will zu Einzelheiten nicht Stellung nehmen, sieht in den Anschuldigungen aber eine Schmutzkampagne der Konkurrenz. Es habe, so sagt er, lediglich zwischen dem 27. und dem 29. Juni Computerprobleme gegeben.

Quelle: Handelsblatt

2 Antworten to “Der Douglas-Chef und die gestörte Friedhofsruhe”

  1. Allan Quatermain Says:

    Fragt doch einmal die Berchumer, hier besonders die Landwirte,
    Kleingärtner oder Hausbesitzer, alle natürlich ohne Abhängigkeiten,
    was sie von den Dr.Dr. h.c. halten?

    Dieser Dr.Dr.h.c. gräbt ihnen mit seinen Golfclub das Grundwasser ab!

    Ein Elitärer Club, für elitäre Vereinsmitglieder eben.

    Alleine die Eintrittsgebühr, nebst Jahresmitgliedschaftsbeitrag ist nix für du und ich.
    Aber Frau Direktor, nebst Gemahl brauchen eben auch ihre Sportliche Bestätigung.

    Halt! Es gibt ja noch die Gastgolfer ohne Vereinsmeierei.
    Die sind den Verein in Berchum zwar ein Dorn im Auge.
    Aber watt mutt, das Mutt.

    Ns. Ich kenne jemanden, der soll ein größeres Aktienpaket besitzen, wie die Fam Kreke. Müller soll der sich nennen.
    Hat aber nichts mit dem Produkt von der Kuh zu tun.

  2. Eckart Says:

    man vergißt das man schon aufgekaufte Rechnungen den Kunden gutschreibt-wer steckt sich das Geld ein und veruntreut es.

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