Hagen Aktiv will Zukunft der HGW diskutieren

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Nachdem die Gemeinnützige Wohnstätten-Genossenschaft (GWG) ihre Pläne zum Kauf der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (HGW) hat fallen lassen, fordert die Fraktion von Hagen Aktiv eine Debatte über die zukünftige Positionierung der HGW ein.

„Wegen der wenig sachlichen und eindeutig politisch motivierten Aussagen einzelner Ratsmitglieder sind die Gespräche zwischen der GWG und der Stadt Hagen bereits im Keim erstickt worden. Was aus unserer Sicht jedoch wesentlich schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass dadurch eine zwingend notwendige Auseinandersetzung über die zukünftige Ausrichtung der HGW offensichtlich unterbunden werden soll“, so Fraktionschef Bücker.

Hagen Aktiv ist überzeugt, dass unabhängig von einem Gesprächsangebot der GWG über die zukünftige Aufstellung der HGW beraten werden muss. Aufgrund einer sinkenden Bevölkerung, eines hohen Instandhaltungsstaus und des besonderen Konstrukts zwischen der HGW und der GIV besteht eine Vielzahl ungeklärter Fragen. Weder ein direktes Gespräch mit der Geschäftsführung der HGW zu Beginn der Woche noch eine dezidierte Anfrage im Rat konnte aus Sicht von Hagen Aktiv Klarheit über die Zukunftsfähigkeit der HGW liefern.

„Umso erstaunter sind wir, dass die SPD-Fraktion ohne fundierte Kennzahlen dieses Thema nun zu den Akten legen möchte“, so Bücker weiter. „Ohne die Bereitstellung entsprechender Kennzahlen seitens der HGW ist eine Fortführung der HGW in der jetzigen Form zumindest fragwürdig. Wir werden die Nachhaltigkeit, die Entwicklung und die zukünftige Weichenstellung bei der HGW weiterhin intensiv verfolgen und bei Bedarf Korrekturen anmahnen.“

Hagen Aktiv wird die Beratungen über die Zukunft der HGW ergebnisoffen führen. Allerdings unter maßgeblicher Berücksichtigung der städtischen Interessen, vor allem aber der Mieterinteressen und somit der Bürgerinnen und Bürger.

In Kooperation mit den Grünen hat die Freie Wählergemeinschaft darüber hinaus einen Antrag zur generellen Verfahrensweise bei der Besetzung von städtischen Geschäftsführerpositionen am Donnerstag in den Rat eingebracht. Das wesentliche Ziel dieses Antrags ist, ein einheitliches Auswahlverfahren im Konzern Stadt zu etablieren, um somit mehr Transparenz zu schaffen und fachlich qualifizierte Bewerber einzustellen.

Der Fraktionsvorsitzende Bücker merkt an, dass „die demnächst zu besetzende Geschäftsführerposition bei der HGW derzeit gewisse Begehrlichkeiten zu wecken scheint. Mit der Umsetzung unseres Antrags gehen wir jedoch davon aus, dass ab dem kommenden Jahr nicht mehr Bewerber aus dem politischen Umfeld, sondern Experten mit nachgewiesenen Managementqualitäten die städtischen Geschäftsführerpositionen übernehmen werden. Sollte dem nicht so sein, hätten die medialen Rettungsversuche zum Erhalt der HGW ohne eine nachhaltig geführte Beratung definitiv ein Geschmäckle.“

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