GRÜNE: Aktuelle HaGeWe-Debatte überflüssig

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Ludwig: „Vor Kooperationsgesprächen erst ein neuer Geschäftsführer“

Die GRÜNE Ratsfraktion rät bei den HGW-Übernahmeplänen zur Gelassenheit. Fraktionssprecher Rüdiger Ludwig: „Das Ganze ist eine Gespensterdebatte: Es gibt überhaupt kein ernsthaft verhandelbares Angebot der GWG. Hier lässt man zur Unzeit einen unverbindlichen Testballon steigen.

Allgemein gehaltene Überlegungen zur Zukunft des gemeinnützigen Wohnungsangebotes in Hagen sollten wir zwar anstellen, aber erst nach der Neubesetzung des HGW-Geschäftsführers. Wir plädieren daher vor jeder weiteren Übernahme- oder Kooperationsdiskussion für die baldige Ausschreibung einer kompetenten Führungspersönlichkeit, die die HGW im Konzert der Hagener Wohnungswirtschaft weiterhin gut platziert und den städtischen Einfluss am Wohnungsmarkt sicherstellt. Das ist für uns eine klassische städtische Aufgabe, die nicht ohne weiteres von anderen wohnungswirtschaftlichen Akteuren geleistet werden kann.

In Hagen bürgert sich neuerdings die Unsitte ein, wenn bei einer städtischen Gesellschaft eine Geschäftsführernachfolge ansteht, den generellen Bestand des jeweiligen Unternehmens in Frage zu stellen und damit die Belegschaft und in diesem Falle auch die Mieter zu verunsichern. Das hat schon bei der Stadthalle zu Verzögerungen bei der Neubesetzung geführt, die das Unternehmen fast ins Trudeln gebracht hätten. So etwas darf bei der HGW nicht noch einmal passieren.

An den Gedankenspielen der GWG ist aus GRÜNER Sicht zu bezweifeln, dass die Genossenschaft angesichts der kostspieligen Investitionen am Hasper Torhaus und an der Eugen-Richter-Straße das Geld für einen Erwerb der HGW überhaupt hat. Wenn eine Übernahme deswegen kreditfinanziert würde, befürchten wir, dass dies letztlich nur zu Lasten der Mieter gehen kann. Die Mieter der HGW bezahlen aber immer noch die Kredite ab, die seinerzeit den Verkauf an die GIV ermöglicht haben. Bereits heute wären die Überschüsse der HGW besser in die Sanierung der Wohnungsbestände investiert als in den Schuldendienst. Eine erneute Kreditbelastung würde das kommunale Angebot an preisgünstigem Wohnraum in Hagen ernsthaft gefährden.“

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