Erster Schritt zur KiBiz-Revision: Hagener sehen weiteren Änderungsbedarf

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Ein erster Schritt, aber viel muss sich noch ändern, damit es gut wird für die Kinder in Hagen. So lautet das Resümee einer Veranstaltung der Hagener Grünen zur ersten Stufe der KiBiz-Revision mit der grünen Landtagsabgeordneten Andrea Asch und den Hagener VertreterInnen Dr. Christian Schmidt und Rosemarie Wrede.

Trotz vieler Konkurrenzveranstaltungen wurde heiß diskutiert bei den Hagener Grünen. Einig waren sich die örtlichen Vertreter mit der Landtagsabgeordneten in der Bewertung der Ausgangssituation: Unter KiBiz ist der Druck auf die Erzieherinnen gestiegen. Die Qualität der Betreuung drohte unter angespannten Personal- und Finanzverhältnissen zu leiden, zumal die damalige schwarz-gelbe Landesregierung selbst Bundesmittel für den Ausbau der Kindertagesstätten nicht weiterleitete.

Daher waren die Erwartungen an die neue, grün-rote Landesregierung hoch. Dass deren Spielraum nicht so groß ist, wie man sich das gewünscht hätte, machte Andrea Asch, die kinder- und familienpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion klar. Und, so Asch: „Mit KiBiz mussten die Einrichtungen weitreichende Umstrukturierungen verkraften. Jetzt, nach so kurzer Zeit, alles von Neuem auf den Kopf zu stellen, wäre unzumutbar. Wir müssen daher behutsam vorgehen.“

Dass denen, die unmittelbar für die Kinder da sind, dabei manchmal der Geduldsfaden reißt, machte Rosemarie Wrede, Erzieherin und ver.di-Vertreterin deutlich. Sie mahnte dringend mehr Personal, vor allem in sozialen Brennpunkten, an: „Ich sehe jeden Tag die Kinder und weiß, dass wir viel mehr tun müssten“; beschrieb sie die Situation. Dabei sei es ihr egal, wer bezahle. Bei den Kindern müsse endlich mehr ankommen.

Andrea Asch verwies auf die enorme Steigerung des Landesetats für diesen Bereich. Allerdings sei es bedauerlich, dass die kommunalen Spitzenverbände durch ihr Veto die zusätzliche Einstellung von Ergänzungskräften verhindert hätten, und das in letzter Minute.

Nach Abwägen von positiven Veränderungen und den vielen Verbesserungen, die noch geplant sind, versprach Andrea Asch auch Hagener Wünsche einzubringen.  So beklagte Christian Schmidt, dass auch bei der nun zusätzlichen Einstellung von Berufspraktikantinnen die Unterstützung für Hagen nicht greife, weil ein kommunaler Eigenanteil gefordert werde. „Alle Leistungen des Landes, die nur mit kommunalem Eigenanteil gewährt werden, kommen nicht bei den armen Städten an“, so der Erste Beigeordnete, „Und da wären sie am dringendsten nötig. Damit verstärkt sich immer mehr das soziale Gefälle im Land.“

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