Hagener Campingplatz wie brasilianische Favela

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Der bauliche Wildwuchs an den Campingplätzen entlang der Ruhrtalstraße hat abenteuerliche Dimensionen angenommen. Feuerwehrchef Horst Wisotzki bemängelt brandgefährliche Situationen für die schätzungsweise bis zu 4300 Camper. Hinzu kommt, dass viele Behausungen mitten im Überschwemmungsgebiet errichtet wurden. Die Bauverwaltung schlägt jetzt Alarm. Die gröbsten Mängel müssen zügig beseitigt werden. (…)

Von oben betrachtet erinnern Teile des Geländes optisch an Favelas, die in den Randlagen der großen Städte Brasiliens liegenden Armenviertel. Aber auch aus der Nähe beschaut ist die Bebauung tollkühn. Bisweilen liegen nur Zentimeter zwischen den Holzhütten, was bei einem Feuer verheerende Folgen hätte. Laut Camping- und Wochenendplatzverordnung müsste der Abstand mindestens fünf Meter betragen. „Im Ernstfall würden wegen dieser Feuerbrücken schnell hundert Meter Fläche in Brand stehen“, fürchtet Wisotzki.

Ohne Genehmigung wurden Hütten mehrstöckig aufgebaut. Manche Bewohner haben sich zur Versorgung große Gastanks auf ihr Grundstück gestellt. Gefährliche Ofenkonstruktionen befeuern die Gefahr. An einigen Hütten hat austretende Hitze bereits das Holz verfärbt. Ein Großteil der Parzellen wäre für die Feuerwehr nicht erreichbar. Denn es gibt kaum ausreichend breite Zufahrten oder Brandschutzstreifen. „Die Bekämpfung eines Brandes wäre fast unmöglich“, sorgt sich Wisotzki.

Quelle: DerWesten

Eine Antwort to “Hagener Campingplatz wie brasilianische Favela”

  1. Allan Quatermain Says:

    Jetzt frage ich mich, wer denn Jahrelang diesen Wildwuchs an Dauerstellplätze zu verantworten hat?

    Der Platzinhaber?
    Die trantütige Verwaltung?
    Die Feuerwehr?
    Der Dauercamper?

    Was auch im einzelnen gefordert wird, ist Quatsch.
    Es gibt in NRW keine Verpflichtung, Rauch- und Brandmeldeanlagen in Dauercampinganlagen zu instalieren.

    Über Zufahrtswege die mindestens 3m Breite haben, (Drehleiter werden dort nicht benötigt,) eine anständige Wasserversorgung von der Straße mit Oberflurhydranten auf dem Gelände, nebst
    Feuerwehrpläne, müsste doch zu machen sein.

    Da muss der Betreiber mal Geld ausgeben
    und nicht nur von den angbl. über 4300 Camper Knete kassieren.

    Campingfahrzeuge, die nicht mehr der Technik entsprechen, müssen auf Kosten der Besitzer abgeräumt werden.
    Nebenbei schreibt der Gesetzgeber für die Gasanlagen in Wohnmobile- und Campingfahrzeuge eine Prüfung alle 2 Jahre vor, nebst auswechseln der Armaturen alle 10 Jahre.
    Das ganze wird in einen Prüfbuch und per Plakete bescheinigt.
    Gasflaschen mit 33kg Fassungsinhalt gehören in abschließbare Schränke.

    Wie man bei 80m² bis 120² Stellplatzfläche den Abstand zum Nachbar einhalten will, bleibt das grosse Rätsel.

    Die Dauerwohnwagen (ca. 5m x 3m ) mit Dauerwohnvorzelte,
    (ca. 5m x 3m x 3m ) wenn sie jederzeit abbaubar sind,
    brauchen keine Genehmigung auf einen Campingplatz .
    Wenn es für Dauercamping auf diesen Platz eine Genehmigung gibt?

    Ich bin dem Campingplatzbetreiber und besonders der Verwaltung mit seinen Baurat
    bei den Gesetzestexten und Besonderheiten

    für Wohnmobilstellplätze, Campingplätze und Dauerstellplätze gerne behilflich.

    Es gibt ja nur 16 verschiedene Ausführungen.

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