UnLinke wollen für Arbeit nichts zahlen

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An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
(1. Johannes 2,1-6)

Protagonisten der Hagener UnLinken erwecken mit Vorliebe den Eindruck, sich das „Soziale“ auf die Fahnen geschrieben zu haben. Beliebt sind in diesen Kreisen „die Behinderten“, deren Sorgen und Nöte gern zum eigenen Vorteil instrumentalisiert werden. Gleichzeitig achteten in der Vergangenheit die Mandatsträger akribisch darauf, dass die Aufwandsentschädigungen in die richtigen, nämlich ausschließlich die eigenen, Taschen flossen.

Geht es dagegen um die Beschäftigten in einem Unternehmen, das ein Mitglied des Kreisvorstands sein eigen nennt, ist Schluß mit lustig. Da spielen auch berechtigte Forderungen der Partei keine Rolle mehr. Da geht es nach gewohntem kapitalistischen Strickmuster nur noch um eins: Kostenlos Arbeitskraft abgreifen und selber kassieren. Damit es „sozialer“ aussieht, sind auch Behinderte wieder mit im Rennen.

Ein von diesen Machenschaften betroffener Arbeitssuchender stellte DOPPELWACHOLDER.DE folgenden Bericht zur Verfügung:

„Seit Monaten versucht das Hagener Frauenbeiratsmitglied und Sprecherin des Hagener Kreisverbands der Partei DIE LINKE, Silvia Henke (Silvia Henke Internetmarketing), Arbeitssuchende mit äußerst zweifelhaften, jedoch gut klingenden Arbeitsangeboten – wie sich später erst rausstellte – zu unbezahlter Arbeit zu locken.

Für dieses „Projekt“ (bundesweite Info-Portale für Behinderte) ist weder ein klares Konzept erkennbar, noch gibt es Geld für dessen Realisierung. Trotzdem werden die Tätigkeiten im Internet als sozialversicherungspflichtige Stellen ausgeschrieben. Für die bundesweit ausgeschriebenen Stellenangebote (Online-Redakteure, kaufmännische Mitarbeiter, Webadministratoren usw.) lässt sie ebenso bundesweit Bewerber auf Kosten des Steuerzahlers (Reisekostenübernahme durch die Bundesagentur für Arbeit) zu Bewerbungsgesprächen anreisen.

Bei den Vorstellungsgesprächen in einem alten Lagerraum in der Södingstraße 3, 58095 Hagen, bestehend aus einem Tisch, vier Stühlen und jede Menge aussortierter Wahlplakate der Partei DIE LINKE wird den angereisten Bewerbern das „Projekt“ erläutert. Dafür sollen Texte geschrieben und Anzeigenkunden geworben werden. Die monatliche Vergütung wurde mit über 2000.- Euro brutto pro Monat gepriesen.

Ebenfalls anwesend beim Vorstellungsgespräch war Ralf Sondermeyer, Mitglied der Bezirksvertretung Hohenlimburg. Als Chef des „Unternehmens“ wurde Ingo Hentschel genannt.

Nach mehreren Wochen dann die ernüchternde Nachricht: Ein vierwöchiges, unbezahltes Praktikum im Homeoffice. Frau Henke geht davon aus, unbezahlte Praktika seien heute üblich. Genau das Gegenteil ist der Fall. Fachanwälte raten davon ab, derartige Angebote anzunehmen, da viele Unternehmen sich, nach ihrer Erfahrung, mit kostenlosen Praktikanten regelrecht durchschlauchen. Dabei wurde doch eine sozialversicherungspflichtige Arbeit angeboten.

Da die Partei DIE LINKE sich für die Einführung eines gesetzlich verankerten Mindestlohns einsetzt, wäre es nunmehr an der Zeit, einigen führenden Parteimitgliedern klar zu machen, dass sie, falls sie Mitarbeiter suchen und einstellen wollen, überhaupt einen Lohn zu zahlen haben.

Nach wie vor versucht Frau Henke, über bundesweit gestreute Anzeigen Mitarbeiter mit der Versprechung einer Festeinstellung zu finden. Ich fordere die Einstellung dieser Machenschaften, eine öffentliche Entschuldigung für diesen Unsinn und die unnötigen Anreisen sowie die Rückzahlung aller Gelder, die dem Steuerzahler für diese überflüssigen Anreisen entstanden sind.“

Aktuelle Stellenangebote der Firma Silvia Henke Internetmarketing bei der Agentur für Arbeit

Als Ansprechpartner wird dort ein Herr „Henschel“ genannt. Auch die fehlerhafte Schreibweise des Namens dürfte ihre Gründe haben.

7 Antworten to “UnLinke wollen für Arbeit nichts zahlen”

  1. Eleonore Köster-Kreisler Says:

    Da ich einige Jahre Mitglied dieser “ elaborierten “ Partei war, kann ich den ersten Passus voll untertützen.
    Nach außen, für die Allgemeinheit, wirkt man sehr sozial, primär geht es um Pöstchen und eine prall gefüllte Börse.

    Es ist davon auszugehen, daß diese Partei so schnell wieder verschwindet, wie sie aufgetaucht ist.

    Fast in jedem Kreisverband spielen sich gleiche Gegebenheiten ab und selbst wenn tragende Personen in Berlin informiert werden, ändert sich an diesem Desaster rein gar nichts

    Man achte weiterhin auf das dümmliche Geplappere gewisser Personen, die im Landtag ein Sitz innehaben.

  2. Allan Quatermain Says:

    Adresse: Södingstr.3 ?

    Ich bin davon ausgegangen, das der Laden an obiger Adresse „dicht“ wäre. Sieht auch ganz verlassen aus, egal ob morgens, mittags oder abend.
    Da Obermacker Hentschel alle zur Märchenstunde immer ins Rathaus zitiert. So kann man sich täuschen.

    Reichen Ihm jetzt nicht mehr die Tantiemen des Hagener Steuerzahlers, dass er jetzt noch den Oberoberchef mit dieser Windnummer markieren möchte?
    Auch die beiden anderen Namen in obigen Artikel haben etwas für sich.
    Vorstellungsgespräch und Sondermeyer?

    Weiss die Agentur für Arbeit, eigendlich bei diesen Granaten von diesen kleinen Nebenverdiensten bescheid?

    Und da war doch mal etwas mit Fingerchen hoch heben?

    Ich komm nur nicht spontan darauf!

    Wird mir bestimmt noch einfallen!

  3. Koala Says:

    Nachdem Ingo Hentschel das Ratsmandat von Manfred Weber geerbt hatte (die eigentliche Nachrückerin hat wohl verzichtet), musste offensichtlich nach einem Weg gesucht werden, wie man noch mehr Steuergelder abgreifen kann. Eine Selbstständigkeit ist da eine hervorragende Möglichkeit Verdienstausfall für die Ausübung seines Mandates bei der Stadt gelten zu machen. Und Ralf Sondermeyer der Parteienbetrüger (er hat über Jahre keine Mandatsträgerbeiträge an die Partei abgeführt und wurde deshalb aus der Partei DIE LINKE rausgeschmissen), mischt wieder mit. Prima Truppe!

  4. Harrie Says:

    Ich bin einer der sgn.Praktikanten und was hier in diesem Artikel geschrieben wurde, kann ich nur bestätigen. 4 Wochen Praktikum gemacht in der Hoffnung eine Anstellung zu bekommen. Wurde in diesen 4 Wochen sowohl von Frau Henke wie auch von Herrn Hentschel sehr gelobt……und dann die enttäuschende Nachricht : Sie müssen noch ein paar Wochen warten, denn wir haben jetzt wieder neue Praktikanten,die wir auch eine Chance geben wollen.So eine Verarscherei!! Ich kann nur jeden davon abraten hier ein Praktikum zu machen. Die wollen nur billige Arbeitskräfte auf kosten des Steuerzahlers. (Reisekosten von der BA)

  5. Elvira Says:

    Ein Ingo Hentschel aus Hagen ist schon 2008 im Erwerbslosen-Forum mit einem Verein „Handicap-Netzwerk“ aufgefallen. Ein Nutzer fragte sich, „was fürn seltsamer Laden das ist“. Ein anderer meinte: „Ich steh dem sehr skeptisch gegenüber. Spenden wird da groß geschrieben. Und dann noch über eine 0900er Hotline. Anruf 5 Euro. Nee nee, ich glaube das ist nicht das wahre.“
    Herr Hentschel behauptet, dass der Verein Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW sei. Das ist aber nicht (mehr?) der Fall. Anschließend beschied er kritische Nachfrager im typischen Abzockerstil: „Das man mit so einer Einstellung wie Ihrer keine Anstellung findet, versteht sich wohl von selbst.“
    Wie ich dem Beitrag entnehmen durfte, ist Herr Hentschel Mandats- und Funktionsträger der Hagener „Linken“. Wie kann das sein? Schläft diese Partei oder will sie mit „Pro NRW“ fusionieren?
    Die genannten Zitate sind aus Erwerbslosen-Forum Deutschland:
    http://www.elo-forum.org/schwerbehinderte-gesundheit-rente/28244-kennt-jemand-serioes.html

  6. Jo Says:

    Ja, das zuvor Geschriebene deckt sich mit meinen unrühmlichen eigenen Erfahrungen mit den erwähnten Personen. Geradezu lächerlich wirkt das Gebahren insgesamt, völlig konzeptionslos finanzielle Förderungen bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung abzugraben. Verwerflich wird es dann, wenn zahlreichen hoffnungsvollen, behinderten Aspiranten eine Aussicht auf Vollzeittätigkeit zugesagt wird, für die zunächst eine 4-wöchige Arbeitsprobe absolviert werden muss. Vermutlich kommen ja die meisten Praktikanten aufgrund ihrer Behinderung aus Krankheit und Langzeitarbeitslosigkeit und werfen sich voll in ein betrügerisches Jobcasting, das zu nichts führen wird. Verletzend scheint für Beteiligte die Erkenntnis, dass sie einem Kreis von stümperhaft agierenden Initiatoren auf den Leim gingen, die zudem ansatzlos die Fördermöglichkeiten nach SGB zu beanspruchen versuchen. Das ganze mutet doch sehr nach Leistungsmissbrauch mit klarer Täuschungsabsicht an und kann für die Verantwortlichen im beweisbaren Falle böse enden. Ehrenamtlich Beteiligte sind zudem offenbar argwillig ausgenutzt worden, diese Machenschaften unentgeltlich zu unterstützen und zu fördern und tun richtig daran, sich jetzt abzugrenzen. Das tut mir für diese Personen leid, da Sie sich überzeugt engagierten und Positives leisten wollten.

  7. Unikat Says:

    danke Jo ….. ich leide heute noch das ich Ihnen nichts Positives bieten konnte !!

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