Hagen: 30 % aller Arbeitsplätze Mini-Jobs

by

Wenn am Donnerstag die Hagener Agentur für Arbeit die Erwerbslosenstatistik für April veröffentlicht, gehört am Tag vorher kein prophetisches Geschick dazu, vorherzusagen, dass die Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken sein wird. Irgendwann in diesem Jahr, so die Konjunktur es will, wird die Arbeitslosenquote in Hagen sogar unter die Zehn-Prozent-Marke tauchen.

Doch auf den sonnigen Ausblick fällt ein Schatten: Fast ein Drittel aller Arbeitsplätze in Hagen entspringt geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen. Diese Arbeitnehmer verdienen maximal 400 Euro im Monat und müssen keine Steuern und Sozialbeiträge leisten.

Im März 2003 gab es stadtweit 11 500 solcher Mini-Jobber. Dem gegenüber standen fast 67 000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Heute stehen den immer noch 67 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten fast 19 500 Mini-Jobber gegenüber. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten stieg seit 2003 also um rund 70 Prozent. Die Zahl der Gesamt-Arbeitsplätze wäre demnach in den vergangenen Jahren gestiegen. Aber handelt es sich bei Mini-Jobs tatsächlich um zusätzliche Beschäftigung? Oder wurden reguläre Stellen zumindest zum Teil zerlegt, um billige Arbeitsplätze zu schaffen?

Quelle: DerWesten

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: