Ernst-Meister-Preis: 257 Bewerbungen

by

Anfang April endete die Ausschreibungsfrist zum Ernst Meister-Preis für Lyrik. Der Preis wird 2011 anlässlich des 100. Geburtstages Ernst Meisters am 3. September im Kunstquartier verliehen. Insgesamt gingen in den vergangenen Wochen 257 Manuskripte im Kulturbüro der Stadt Hagen ein.

Der Preis besteht aus einem Hauptptreis und zwei Förderpreisen. Mit dem Hauptpreis wird das Werk einer Autorin/eines Autors ausgezeichnet, in dem auf besondere Weise die Verantwortung für Sprache und Poesie und das Bemühen um ihre lebendige und zeitgemäße Weiterentwicklung zum Ausdruck kommen.

Die zwei Förderpreise erhalten Nachwuchsautorinnen und -autoren. Der Westfälische Förderpreis wird von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzialversicherungen gestiftet und richtet sich an AutorInnen, die in Westfalen beheimatet sind oder ihren Lebensmittelpunkt in Westfalen haben. Der Thalia Förderpreis ist von der Thalia Gruppe gestiftet und steht allen deutschsprachigen AutorInnen offen.

Für den renommierten Hauptpreis sind 87 hochkarätige Autorinnen und Autoren vorgeschlagen worden, für die beiden Förderpreise gingen insgesamt 170 Manuskripte ein. Die Einsendungen kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, also auch aus Österreich und der Schweiz. Auch die Bedingungen für die Förderpreise sind anspruchsvoll, denn wer sich beteiligt, muss bereits eine eigene Veröffentlichung nachweisen können.

Eine Vorjury wird am 3. Mai aus der großen Zahl der Texte die besten auswählen und sie zur endgültigen Beurteilung der Hauptjury vorlegen, die dann Mitte Juni die Preisträgerinnen und Preisträger kürt.

Mitglieder der Jury sind Axel Gellhaus, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität RWTH-Aachen, die Kulturjournalistin Anne Linsel, die regelmäßig für die „DIE ZEIT“, „Süddeutsche Zeitung“ und für ARTE–Themenabende arbeitet, die Autorin Monika Rinck und die Geschäftsführerin der GWK-Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit, Dr. Susanne Schulte.

Daneben darf auch der Kulturdezernent der Stadt Hagen, Dr. Herbert Bleicher, mitreden. Der Ernst Meister-Preis für Lyrik wurde von der Stadt Hagen seit 1981 verliehen, die Mehrheit des Stadtrats meinte aber auf Empfehlung des sogenannten „Mentors“ Bajohr auf den Hagener Literaturpreis verzichten zu können. An „Einsparung“ wurde ein Betrag von geradezu lächerlichen 12.000 Euro p.a. erzielt – bei einem Gesamtdefizit von zum damaligen Zeitpunkt 130 Mio. Euro.

Die Kosten für die Durchführung des Preises werden jetzt von Sponsoren getragen, die Stadt erweckt aber weiterhin den Eindruck, es handele sich um eine „Hagener“ Auszeichnung. Deshalb auch die Mitwirkung Bleichers.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: