Out für Outlet Center

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Die Freiherr von Maydell GmbH wird die Ansiedlung eines Factory Outlet Centers (FOC) auf dem ehemaligen Zwieback-Brandt-Areal in Westerbauer nicht weiter verfolgen. Die Firma hatte sich daran gestoßen, erst weitere Gutachten finanzieren zu müssen, bevor die Politik sich abschließend zu dem Vorhaben äußern will.

Diese Entscheidung stieß im Hagener Rathaus auf Bedauern. Oberbürgermeister Jörg Dehm: „Ich habe diese negative Entscheidung leider zur Kenntnis nehmen müssen und sie stimmt mich verständlicherweise alles andere als froh! Umso mehr müssen wir uns in den kommenden Wochen und Monaten darauf konzentrieren, für das Brandt-Gelände endlich eine dauerhafte Nutzungsmöglichkeit zu finden.“

Die mit dem Rückzieher der Freiherr von Maydell GmbH verbundene Kritik an Politik und Verwaltung lässt der Hagener OB gleichwohl nicht gelten: „Bei einem Einzelhandelsvorhaben dieser Größenordnung – zumal auch noch in Stadtrandlage – muss es selbstverständlich die Aufgabe eines Investors sein, vor einer abschließenden Beurteilung durch Rat und Verwaltung aussagekräftige Gutachten vorzulegen. Dabei müssen die verkehrliche Machbarkeit wie auch alle Fragen zur Verträglichkeit einer derartigen Einzelhandelsansiedlung sowohl für den Innenstadtbereich als auch für die Stadtteilzentren fundiert geklärt sein, ehe die Weichen für ein für die Stadtentwicklung derart richtungweisendes Projekt gestellt werden können. In diesem Prozess müssen dann auch Nachfragen erlaubt sein, selbst wenn diese vielleicht nicht immer angenehm erscheinen mögen.“

„Nach dieser Absage durch die Freiherr von Maydell GmbH“, so OB Dehm abschließend, „müssen wir nun erst Recht alle Kräfte bündeln. Der bedauerliche Ist-Zustand des Brandt-Geländes darf kein Dauer-Zustand bleiben!“

Auch der Hasper Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser zeigte sich enttäuscht. Thieser laut Radio Hagen wörtlich: „Wir haben den Einstieg der Firma Freyherr von Maydell begrüßt. Wenn die das Interesse nicht mehr haben, müssen wir das zur Kenntnis nehmen.“ Thiesers Enttäuschung dürfte auch persönliche Gründe haben, ist seine Ehefrau mit ihrem Planungsbüro doch wirtschaftlich in das FOC-Projekt involviert. Nach der jetzigen Entscheidung dürften weitere Honorarrechnungen hinfällig sein.

Erleichtert über den Rückzug des Investors dürften alle diejenigen Kritiker dieses Vorhabens sein, die mit der Realisierung negative Auswirkungen auf die benachbarten Stadt- und Stadtteilzentren befürchteten. Die Kaufkraft wird schließlich nicht größer und das Geld kann nur einmal ausgegeben werden.

Eine Antwort to “Out für Outlet Center”

  1. Allan Quatermain Says:

    Es wäre doch ein klacks für die Maydell GmbH gewesen, ein gefaktes Gutachten abzuliefern.
    Ist doch grosse Mode hier in Hagen.

    Ich erinnere nur daran, dass ca. 600.000 Leutchen pro Jahr den Grünen Palast im Wasserlosen Tal besuchen würden,
    ( kann sich keiner mehr daran erinnern?)
    oder 2 Millionen Wissbegierende pro Jahr, durch den Evo-Park latschen, um sich Gipsmodelle anzusehen.

    Die Busladungen von Kunstbesessenen, die zur Museumsinsel gekarrt werden, kann man ja auch nicht mehr zählen.

    Apropo Schumacher-Museum, in dem Gutachten zum Bau stand auch bestimmt die 180.000 EURO Strommehrkosten pro Jahr,
    die für die Be- und Entlüfter jetzt zusätzlich anfallen.

    Angbl. soll die Bude ja Autark sein, mit Erdwärme, Sonnenkolektoren und noch so einigen Pipapo. Da dürfte es diese zusätzliche Stromrechnung nicht geben?

    Im Westfalenbad hängen auch nachträglich Seifenschalen aus dem Baumarkt. Kann ja mal passieren?
    Ebenso wird einer aus der dortigen Leichtlohngruppe zum Zählen der Besucher abkommandiert.
    Drehkreuze mit Zahlwerk wurde wohl auch vergessen?
    Oder kann man nicht so gut bei der Besucherzahl dann schummeln?

    Mit Zahlen hat es die Verwaltung und Politik in Hagen,
    was man an den 1,2 Milliarden EURO Schulden sehen kann.

    Aber zurück zur Brandt-Brache,
    evtl. könnte dort ja ein LIDL, NETTO und Co rein.
    Die fehlen ja noch in Westerbauer, nachdem der Ex-Bezirksvorstehe,r so ein schönes Einkaufsparadies, pardon Billigladenareal auf dem Gummi-Becker Gelände erschaffen hat.

    Kaufland geht nicht, die bauen erst einmal in der Hammecke das Ex-Walmart um. Eigenes Personal wird zwar auch nicht soviel geschaffen, was man an dem Bauschild ersehen kann.
    Hülle Kaufland, Kern Subunternehmer, angefangen von Bäckerei, über LOTTO, Friseur, Getränke, Schlüsseldienst, Cofeeshop, oder Metzgerei. Und reichlich 400 EURO-Kräfte oder Stundenaushilfen.

    Ist auch besser so, eigene Mitarbeiter machen nur Theater.

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