Städtebund: Atomstrom ist Auslaufmodell

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Die Katastrophe der Atomkraftwerke in Japan macht uns bewusst, dass der Übergang in eine andere Energieversorgung beschleunigt werden muss. Die Bürger wollen eine sichere und umweltfreundliche Energieversorgung und haben immer mehr Angst vor der Atomkraft. Der Atomstrom ist ein auslaufendes Modell. Die Zukunft liegt in der dezentralen Energieversorgung. Deshalb sollte der Trend zu kleineren Einheiten forciert werden.

Die Mehrheit der Bevölkerung wünscht einen Ausstieg aus der Atomenergie, möchte jedoch auch weg von der Nutzung fossiler Energieträger. So hat eine FORSA-Umfrage bereits 2007 ergeben, dass 96 Prozent der Menschen in Deutschland den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien als wichtig bewertet.

Bei der Energieversorgung spielen die Städte und Gemeinden insbesondere mit ihren Stadtwerken eine wichtige Rolle. Wer Stadtwerke stärkt, unterstützt die dezentrale Versorgung mit Energie. Die beschlossene Laufzeitverlängerung gefährdet die Wirtschaftlichkeit der Investitionen der Stadtwerke in erneuerbare Energien und den weiteren Ausbau der Kraft-Wärme Kopplung.

Das Investitionsvolumen der rund 1.400 Stadtwerke in hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung beträgt nach Berechnungen des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) 6,5 Milliarden Euro. Dazu kommen mittelfristig geplante 5.000 Megawatt mit einem Volumen von weiteren sechs Milliarden Euro. Wenn der Bund trotzdem an einer Laufzeitverlängerung festhält, muss er Mittel, die er aus der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke erzielt, für weitere Investitionen der Stadtwerke in eine sichere Energieversorgung zur Verfügung stellen.

Quelle: Deutscher Städte- und Gemeindebund

Eine Antwort to “Städtebund: Atomstrom ist Auslaufmodell”

  1. Vito L'Orso Says:

    Ich gratuliere dem Deutschen Städte- und Gemeindebund zu seiner Einsicht, dass Atomstrom kein zukunftsfähiges Energiekonzept darstellt. Auch die Forderung nach einer dezentralen Energieversorgung findet meine volle Unterstützung. Jedoch sollte m.E. nicht nur die Energieversorgung sondern auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und anderen Bedarfsgütern weitestgehend dezentralisiert werden. Darüber hinaus sollten sich die Mächtigen auf dieser Erde mal darüber Gedanken machen, ob die herrschende konsum- und wachstumsorientierte Wirtschaftweise wirklich zukunftsfähig ist oder ob die schrittweise Umwandlung in eine bedarfsorientierte Wirtschaftsweise nicht sinnvoller wäre.

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