„Gegen die Wand“ am Theater Hagen

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Das Publikum feierte die deutsch-türkische Opern-Inszenierung „Gegen die Wand“ am Theater Hagen mit langem Beifall im Stehen.

Wohl zum ersten Mal in der 100jährigen Geschichte des Theaters Hagen hat die Zeitung Hürriyet einen Kritiker in das Haus geschickt. Denn Ludger Vollmers Oper „Gegen die Wand“ wird in Hagen konsequent in deutsch-türkischer Sprache inszeniert. Das Stück erzählt von einer tragischen Liebe in einer Lebensrealität jenseits der Erfahrungswelt der meisten Theaterbesucher. Es dauert lange, bis die Geschichte berührt.

Eine Boulevard-Zeitung hatte vor der Aufführung versucht, die Produktion zu skandalisieren. „Die schmutzigste Opernpremiere des Jahres“ titelte das Blatt und kritisierte eine Vergewaltigung von hinten und zahlreiche unanständige Begriffe. Doch der Skandal bleibt aus. Das Hagener Publikum feiert eine großartige Ensemble-Leistung mit Beifall im Stehen. Für diese Produktion gibt es nur ca. 500 Plätze, weil Teile der Ränge wegen eingeschränkter Sicht nicht freigegeben werden.

„Gegen die Wand“ ist die erste Oper, die nach einem Film komponiert wurde. Fatih Akin hat für seinen gleichnamigen Streifen 2004 einen Goldenen Bären auf der Berlinale erhalten. Aber Kino auf die Bühne zu bringen, das ist schwieriger als umgekehrt, wie sich zeigt. Denn anders als in der Westside-Story gibt es in dieser modernen Romeo-und-Julia-Adaption keine sympathischen Helden.

Quelle: DerWesten.

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