DGB Hagen startet kämpferisch ins Jahr 2011

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Beim Neujahrsempfang am Donnerstagabend im Hasper Hammer konnte der DGB Hagen zahlreiche Gäste aus den Mitgliedsgewerkschaften, den Kirchen, der Stadt Hagen, der Politik und viele Freunde aus gemeinsamen Bündnissen begrüßen.

Bevor der DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt eine Rückschau auf das Jahr 2010 hielt und kämpferisch auf das Jahr 2011 einstimmte, bemängelte die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende Dr. Sabine Graf in ihrer Grußbotschaft, die aktuelle Arbeitsmarktsituation für junge Menschen. Noch immer seien 23.000 junge Menschen in diesem Land ohne Arbeit und Ausbildung. Dieses sei trotz eines proklamierten Fachkräftemangels nicht länger mehr vertretbar. In 2011 könne nur eine bessere Bildung, mehr Ausbildungsplätze und eine wirkungsvollere Vermittlung der Ausbildungsangebote eine Abhilfe schaffen.

In einem weiteren Grußwort wies der Hagener Oberbürgermeister Jörg Dehm auf die schwierige Situation der Stadt hin und forderte einen konstruktiven und streitbaren Dialog aller Beteiligten.

In seiner Ansprache zum 5. Neujahrsempfang griff der DGB-Kreisvorsitzende auch dieses Angebot auf und versprach sowohl den Dialog um die Zukunft der Stadt weiter führen zu wollen, wie auch weiter als Teil des Bündnisses „Aufstehen für Hagen“ Widerstand gegen die Zerschlagung von städtischen Strukturen in Bildung, Kultur und sozialen Bereichen zu leisten. Gemeinsam für die Zukunft der Stadt und für die Menschen in Hagen will der DGB auch in diesem Jahr mit der katholischen und evangelischen Kirche eintreten. Als besonderes Datum wurde dabei der 1. Mai 2011 benannt.

Für diesen Tag lud Marquardt alle Gewerkschaften, Freunde und Partner ein wieder mit einem ökumenischen Gottesdienst zu starten und anschließend in den Volkspark zu demonstrieren. Unter dem Motto „Das ist das Mindeste – für gute Arbeit und faire Bezahlung und für soziale Gerechtigkeit“ rufen die Gewerkschaften am Tag der Arbeit auf. Vor allem in den Betrieben und in den gemeinsamen Bündnissen sollen die Kollegen und Freunde zur Teilnahme gewonnen werden. Ohne deutliche Zeichen und gute Mobilisierung vor Ort, so Marquardt, ist es schwer die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft zu einem Kurswechsel in der Politik zu bewegen. Ein Kurswechsel, der aus der Sicht des DGB´s dringend notwendig ist um die Menschen am Aufschwung teilhaben zu lassen und deutlich Veränderungen in der ungerechten Verteilung des Reichtums in Deutschland auf den Weg zu bringen.

Nachhaltig wurde darauf hingewiesen, dass es nicht sein dürfe die Banken und Spekulanten als systemrelevant zu retten und den Städten und den Menschen keine Systemrelevanz zuzugestehen.

Die nächsten Aktionen werden am 24.2.2011 im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstages für gute Arbeit, in und statt Leiharbeit und prekärer Beschäftigung sein. Zeitlich anschließen werden sich die Aktivitäten zum 100.Geburtstag des Internationalen Frauentages im März des Jahres.

Insgesamt herrscht beim DGB große Zufriedenheit über die große Beteiligung und gute Stimmung am 5. Neujahrsempfang. Ein besonderer Dank galt dann auch dem Hasper Hammer und seinen Mitarbeitern und dem Kabarettisten Thilo Seibel, der zum Abschluss des Empfangs noch einem einen kabarettistischen Rückblick auf das Jahr 2010 zog.

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