Pavillon-Abriss kostet sechs Plakatwände

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Um die Kosten für den Abriss des maroden Pavillons auf dem Johanniskirchplatz zu ersetzen, werden jetzt an verschiedenen Einfallstraßen sechs neue Werbetafeln errichtet.   weiter…

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der abgerissene Pavillion – den die Stadt hat vergammeln lassen – war ein typisches Produkt der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Er war ein architektonisches Zeugnis seiner Zeit, das damals als Verkaufsstelle für Fahrkarten der Hagener Straßenbahn AG diente, ähnlich wie das Gebäude im Eilper Zentrum gegenüber der Waschbetonarchitektur des dortigen Einkaufs- und Geschäftszentrums.

Ebenfalls in diesen zeitlichen und stilistischen Zusammenhang ist auch das Gebäude des Union-Reisebüros an der Ecke Elberfelder und Karl-Marx-Str. einzureihen. Auch dieses Objekt war seitens der Stadtspitze vor Jahren zum Abbruch vorgesehen, wurde aber mit Hilfe einer Bürgerinitiative gerettet und genießt heute Denkmalschutz.

Die heutige Rathausherrschaft hat keinerlei Geschichtsbewußtsein, verfügt über keine Kenntnisse bezüglich der gestalterischen Qualität einer Stadt und ist offensichtlich nur dazu in der Lage, ihren Parteikumpanen höheren Orts in den Besagten zu kriechen, um sich persönliche Vorteile zu verschaffen. Anders ist diese Inszenierung Potemkinscher Dörfer zum Wohlgefallen des damaligen Ministerpräsidenten Rüttgers nicht zu verstehen.

Das Zarenreich lebt in Hagen wieder auf. Angereichert mit – die Stadt weiter verunzierender – Reklametafeln der Firma Stroer.

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