Kronocken: Harsche Kritik an Dehm

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Das war ganz „starker Tobak“. Nach Wochen und Monaten der Zurückhaltung und des Schweigens gingen die Mitglieder der Bürgerinitiative Hohenlimburg gestern in die Öffentlichkeit.Dabei erhoben sie schwere Vorwürfe gegen den Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Jörg Dehm, und insbesondere gegen Prof. Dr. Ingmar Steinhart, Geschäftsführer Bethel vorOrt. (…)

Drogenklinik – oder sozialtherapeutische Einrichtung? Das ist die Kardinalfrage, die insbesondere die Eltern des Neubaugebietes Kronocken beschäftigt. Diese sind erbost und besorgt darüber, dass in Zukunft – nach einer Frist von einem Jahr – möglicherweise sogar drogenabhängige Haftentlassene (§ 67), die noch nicht therapiert worden sind, im ehemaligen Hotel untergebracht werden können.

Auch der Vorwurf der Käuflichkeit wurde gestern laut. So soll Prof. Dr. Ingmar Steinhart nach einer Spende in fünfstelliger Höhe für Bethel vorOrt gefragt haben, um die Entscheidung über einen möglichen Rückzug vom Vertrag zu beeinflussen. „Das ist alles beweisbar“, so der Tenor der sechs Vertreter der Bürgerinitiative. (…)

Kritik an Oberbürgermeister Dehm wurde laut, weil dieser in einem Gespräch Rechtsanwalt Sikora indirekt gebeten habe, die Interessen seiner Mandaten (Anmerkung der Redaktion: diese klagen gegen den Hohenlimburger Bauverein) zu „verraten“, um im Gegenzug den Bauverein zu „bitten“, Bethel vorOrt aus dem geschlossenen Vertrag zu entlassen. „Wir prüfen deshalb eine strafrechtliche Anzeige gegen den Oberbürgermeister“, so Dr. Sikora.

Kritisiert wurde gestern auch, dass die Verwaltung Akteneinsicht behindert habe. „Die Akte ist 141 Seiten stark. Sechs bis sieben Seiten daraus wurden uns vorgelegt.“

Der Oberbürgermeister war gestern nicht zu erreichen.

Quelle: Westfalenpost

Eine Antwort to “Kronocken: Harsche Kritik an Dehm”

  1. Allan Quatermann Says:

    Wie so vieles,

    auch hier gilt das Prinzip linke und rechte Tasche.

    Ein Richter hat bei der Verurteilung zu einer Strafe eines Süchtigen einen gewissen Spielraum.

    Dem Angeklagten, hier meistens noch Polytoxomane, wird bei der Urteilsverkündung angekündet, entweder Knast oder kurzer oder gar kein Knast mit Therapie.

    Der Knast wird aus dem Steuersäckel finanziert.
    Eine Therapie zahlt der Rentenversicherungsträger.

    Wenn man dann noch weiss, dass ein Therapieplatz pro Tag,
    wenigstens 350-600 EURO dem Rentenversicherungsträger kosten,

    merkt man schon gewisse Tendenzen.

    Und da manche Therapien Stationär oder auch anschließend Ambulant,
    Monate oder auch ein paar Jahre dauern können,
    ist es für die Träger dieser Einrichtungen,

    eine Tätigkeit zum selber Gelddrucken.

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