Kulturhauptstadt: Basis war nicht mit im Boot

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Ruhr.2010 ist eine Metropole mit „Arealen“ – gut vernetzt und integriert. Doch Großprojekte mit Strahlkraft haben auch Dunkelheit erzeugt. Kommunen am Rande des Ruhrgebiets wie Hagen und Herdecke standen oft im Schatten ihrer großen Schwestern Essen, Oberhausen und Bochum. (…)

Der kulturelle Unterbau erhielt dabei nicht immer die Unterstützung, die er verdient hätte. Und Kulturhauptstadt hin oder her: Nach 2010 regiert der Nothaushaltsplan wieder viele Theater, Konzertsäle und Ateliers.
„Es fehlte die Förderung der Basis“, meint Dirk Klauke, Kulturmanager des Hasper Hammers. Das Kulturzentrum bietet Kleinkunst, Kabarett und Theater eine Bühne. Träger der Einrichtung in den alten Hallen eines ehemaligen Hammerwerkes ist ein rund 350 Personen starker Verein. Klauke: „Es gab natürlich tolle, große Projekte, aber engagierte Menschen hier vor Ort saßen nicht mit im Boot.“ (…)

Wie viele Kunstliebhaber bemängelt der Kulturmanager, dass Veranstaltungen unter dem Titel der Kulturhauptstadt gelaufen sind, die auch ohne Ruhr.2010 fest eingeplant waren. „In diesen Fällen ist nichts Neues entstanden, die Ereignisse waren höchstens etwas anders ausgerichtet.“

Quelle: Westfalenpost (nur Print-Ausgabe)

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