Dreckiges Gas im Anmarsch – Hagen schläft

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Weil die Energie-Experten der Wintershall Holding GmbH im Ennepe-Ruhr-Kreis, auf dem Areal der Stadt Hagen, in den Kreisen Soest und Olpe sowie unter dem Märkischen und dem Hochsauerlandkreis riesige, bislang unerschlossene Erdgas-Vorkommen vermuten, ließen sie sich am 5. August 2010 im Bergbaufeld Ruhr die Aufsuchsberechtigung sichern.

„Wir waren davon nicht unterrichtet. Wir waren nicht involviert. Wir waren nicht beteiligt“, meint dazu Hans-Werner Voss, Pressesprecher des Kreises Olpe. Erst durch die Berichterstattung dieser Zeitung sei man im Kreis Olpe auf die Problematik aufmerksam geworden. „Auch wir wissen von nichts“, bestätigen seine Kollegen Martin Reuther vom Hochsauerland- und Hendrik Klein vom Märkischen Kreis. Ähnlich sieht es im Ennepe-Ruhr-Kreis, im Kreis Soest und bei der Stadt Hagen aus.

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Während sich selbst im hintersten Hochsauerland schon die Politik zu Wort meldet, herrscht in Hagen noch tiefer Winterschlaf zum Thema. Die Kollegen vom Sauerland-Blog Zoom weisen schon mal auf eine Stellungnahme der Mescheder SPD hin:

Mit großem Interesse verfolgt die Mescheder SPD die Aktivitäten der großen Energie-Konzerne wie der Wintershall Holding GmbH in Nordrhein-Westfalen. Mit schönen Worten und viel Geld versuchen sie, uns die Gasförderung im Sauerland, auch im Bereich der Stadt Meschede schmackhaft zu machen.

Verschwiegen wird aber, dass mit der „unkonventionellen Gasförderung“, engl. “Hydraulic Fracturing”, hohe Risiken für Grundwasser, Umwelt und Gesundheit ins Land gebracht werden.

Dazu der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Kornelius Kuhlmann: „Wir stellen und ganz entschieden gegen die Verschmutzung der Umwelt, in der wir leben und die unsere zahlreichen Gäste im Winter wie im Sommer zur Erholung nutzen wollen. Niemand kann garantieren, dass die bei der Gasförderung verwendeten giftigen, krebserregenden Substanzen nicht in unseren Wasserkreislauf gelangen. Ich möchte allen Bürgern unserer Stadt ans Herz legen, sich zu informieren und Flagge zu zeigen – gegen die Zerstörung unserer Heimat. Und ich kann der Stadtverwaltung nur empfehlen, sich nicht von den Versprechen der Konzerne blenden zu lassen – Einnahmen aus der Gasförderung sind nichts wert, wenn das Trinkwasser ungenießbar ist, die Touristen ausbleiben, die Betriebe abwandern und die Grundstückspreise fallen.“

Eine Antwort to “Dreckiges Gas im Anmarsch – Hagen schläft”

  1. Allan Quatermann Says:

    Auf you-tube kann man sich wunderbare Seiten bezüglich des Hydraulic Fracturing aus den USA ansehen. Auch in einer Politsendung vor Wochen wurde über die negativen Folgen dieses Hydraulic Frakturing berichtet.

    Da reichlich Chemie zum Fördern zugesetzt wird, speien auf einmal die Wasserhähne statt Wasser, Flammen.
    Der Geruch aus den Wasserhähnen soll bestialisch stinken, etc.

    Auf „Alles ist Sicher“ der Öelfirmen sollte man sich nicht verlassen.

    In Baden-Würthenberg hat wegen der Genehmigung zur Wärmegewinnung durch Erdwärme, ein Bürgermeister die Büchse der Pandorra geöffnet. Aufgrund von falschen Erdbohrungen sackt der ganze Altstadtteil jetzt weg.
    Der Schaden, da viele Häuser unter Denkmalschutz stehen, ist nicht zu beziffern.
    Sogar das Historische Rathaus ist nicht mehr zu gebrauchen.

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