DGB warnt vor falscher Euphorie

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Während sich große Teile in Wirtschaft und Politik euphorisch über die Exporterfolge in 2010 freuen, warnt der Hagener DGB vor kurzsichtigem Freudentaumel.

„Gerade in einer exportorientierten Region wie bei uns müssen wir genauer hinschauen“, so der Hagener DGB-Kreisvorsitzende Jochen Marquardt, „die aktuellen Meldungen zeigen nur eine Seite der Medaille. Wir beweisen eine internationale Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund gleichzeitig stagnierender Kaufkraft im eigenen Land. Die Erfolge sind von vielen Beschäftigten teuer erkauft. Dahinter stehen jahrelange Lohnzurückhaltung und immer mehr unsichere Arbeitsverhältnisse.“

Die Hagener Gewerkschaften wollen diese Entwicklung im kommenden Jahr durch aktive Auseinandersetzungen für mehr Einkommen und gute Arbeit angehen. Im Vergleich von 26 Ländern in den Jahren 2000 – 2009 liegt Deutschland  auf dem letzten Platz. Während in Frankreich und Großbritannien die Einkommen zwischen 8,5 und 14 Prozent angestiegen sind, sanken sie in Deutschland real um 4,5%. „Hier ist dringend eine Trendumkehr notwendig“, so Marquardt, „und es muss gleichzeitig gelingen wieder zu sicheren Arbeitsplätzen zurück zu finden. Leiharbeit darf nur noch zu fairen Bedingungen möglich sein und die Unsitte, die Hälfte aller Arbeitsplätze nur noch befristet zu besetzen, muss ein Ende finden.“

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