Deutliches Signal gegen Dumping-Tarifverträge

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Anlässlich der gestrigen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes, wonach die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) nicht tariffähig ist, erklärte Michael Hermund, DGB-Regionsvorsitzender:

„Auch in Hagen gibt es mehrere Leiharbeitsfirmen, die solche Tarifverträge angewendet haben. Hunderte von Leiharbeitsbeschäftigten können betroffen sein.

Der DGB und seine Gewerkschaften begrüßen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt. Es ist ein deutliches Signal gegen Dumping-Tarifverträge und Gefälligkeitsvereinbarungen so genannter Christlicher Gewerkschaften. Mit dem Urteil sind wir einen Schritt weiter auf dem langen Weg, Tarifdumping zu unterbinden.

Da die Tarifverträge, die die CGZP allein mit dem Arbeitgeberverband AMP abgeschlossen hat, nichtig sind und deshalb auch für die Vergangenheit nicht zur Anwendung kommen dürfen, können die betroffenen Leiharbeitsbeschäftigte die Differenz zu dem höheren Lohn der vergleichbaren StammarbeiterInnen jetzt bei ihrem Verleiher geltend machen und ggf. einklagen. Gewerkschaftsmitglieder erhalten in dieser Situation bei ihrer Gewerkschaft eine kostenlose Rechtsberatung.“

Die Politik bleibt weiterhin gefordert, in der Leiharbeit klare Verhältnisse zu schaffen und endlich das Prinzip ‚gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort‘ zu verwirklichen. Dann können die tarifvertraglichen Regelungen der Entleiherbetriebe im Rahmen der Gleichbehandlung auch für LeiharbeiterInnen Anwendung finden. Lohndumping durch Leiharbeit wird dann endgültig beendet sein.

Eine Antwort to “Deutliches Signal gegen Dumping-Tarifverträge”

  1. Allan Quatermann Says:

    Und was jetzt?

    Sind alle Tarifverträge, die die Christlichen abgeschlossen haben null und nichtig?
    Das geht nämlich aus dem Urteil nicht hervor.

    Wollen der DGB und seine Einzelgewerkschaften jetzt alle Berufsständigen Gewerkschaften in die Knie zwingen?

    So nach dem Motto, ein Betrieb, eine Gewerkschaft?

    Das ist auch schon mal sprichwörtlich in die Hose gegangen.

    Wenn der DGB und seine Einzelgewerkschaften jetzt den grossen Maxe spielen, wie hält er es denn mit seinen eigenen Mitarbeiter?

    Warum gibt es im Deutschen Bundestag Mitarbeiter,
    die sich ihren Lohn, von dem man nicht Leben kann, von
    der Agentur für Arbeit, oder ARGE aufstocken lassen muss?

    Da ja viele Abgeordnete die damals einer DGB Gewerkschaft angehörten, für die Hartz4 Gesetzgebung gestimmt haben,
    wie verhält es sich für 2011?

    Das gleiche gilt für Rente mit 67, etc.
    Auch hier haben Gewerkschaftszugehörige, wenn nicht sogar Funktionäre, dafür gestimmt.

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