Schlachthof in Händen eines Profi-Blenders

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Versprochen wurde alles, gehalten wurde nichts: Die Stadt Hagen ist beim Verkauf ihres alten Schlachthofs offenbar auf eine zweifelhafte Firma hereingefallen. Der ehedem großmäulige Berliner Investor entpuppt sich nunmehr als wahres Windei.

Als im Februar 2009 die unbekannte „GGW Projekt Berlin GmbH“ den Kaufzuschlag für den alten Schlachthof erhielt, war sie zwar nicht die höchste Bieterin, aber immerhin diejenige, mit den vollmundigsten Absichtserklärungen: Auf der maroden Wehringhauser Gewerbebrache würden künftig Handel sowie Gastronomie angesiedelt werden und dort bis Januar 2010 sogar 30 neue Arbeitsplätze entstehen. Dieses vertraglich zugesicherte Versprechen beeindruckte die Verantwortlichen gewaltig. Und so wechselte das 20 000-Quadratmeter-Areal aus dem Besitz der Stadt zum Schnäppchenpreis von gerade mal 205 000 Euro den Eigentümer.

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Den Kaufpreis hat sich der „Blender“ mit den vielen Namen schon durch den Weiterverkauf einer kleinen Teilfläche an einen Döner-Produzenten wieder hereingeholt. Auch letzterer klagt bereits gegen die Tegernsee-oder-wie-auch-immer-Firma, weil er sich betrogen fühlt. Dazu Christine Grebe, Immobilienchefin der Stadt: „Eigentlich wollten wir Schaden begrenzen und Kosten einsparen, als wir das Schlachthof-Gelände verkauften. Doch jetzt ist ein noch größerer Schaden entstanden, als er vorher da war.“

Dehm sollte die Ortseingangsschilder besser mit dem Slogan bekleben lassen „Hagen – Stadt des Eigentlichen“. Eigentlich wollten wir die Zinsen „optimieren“, eigentlich wollten wir den Feinstaub reduzieren, eigentlich wollten wir mit dem Verkaufserlös der Stadtwerke die Verluste des Busverkehrs finanzieren. Eigentlich, eigentlich, eigentlich…

2 Antworten to “Schlachthof in Händen eines Profi-Blenders”

  1. Allan Quatermann Says:

    Ein m² von 10 EURO, zwar nicht gerade in Toplage, aber immerhin mit Gebäuden bebaut. (Will ich auch haben!)
    Besagte Firma hat seit dem Erwerb schon 3 X den Namen und die Rechtsform gewechselt.
    Die Mieter werden verar… bis zum geht nicht mehr.
    Denen fehlt der Ansprechpartner, weil alle 2 Monate auch die Hausverwaltung gewechselt wird.
    MarkE wartet auch noch nicht Unerheblich auf seine Knete.

    Und der absulute Brüller ist die Bauverwaltung in Gestalt ihrer Frau Grebe. Auf die Fragen des Fernsehreporter von der Aktuellen Stunde, hatte ich auf einmal den Vergleich mit den 3 Affen.

    nichts sehen-nichts sprechen-nichts hören.

    Keine Ahnung, ich weiß von nichts, waren ihre Ausreden.

    Schickt die Frau in die Wüste, da ist es wenigstens trocken.
    Ich erinnere an Nichtbedeckung der Ische.
    Kostete ja nur einen neuen Parkettboden und ein paar Tage Bauverzögerung.

  2. trauerspiel Says:

    …und eigentlich sind wir zu blöd dazu.

    Aber das lassen wir uns ja vom Bürger immer wieder teuer bezahlen

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