Klangkosmos Weltmusik: Klaus der Geiger

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Am kommenden Dienstag, 21. September, präsentiert Klaus der Geiger im Rahmen der Reihe „Klangkosmos Weltmusik“, die das Kulturbüro der Stadt Hagen zusammen mit dem AllerWeltHaus Hagen veranstaltet, „Rheinische Krätzje“ um 17.30 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstraße 22.

Seine Musik ist eine Mischung aus Folk, Jazz, Rock und Klassik, die sich mit der uralten kölschen Volksmusik-Tradition des Krätzje-Gesangs verbindet: ad-hoc zu aktuellen menschlichen und politischen Anlässen produzierte Texte, oft in Reimform, kommentieren mit großer Deutlichkeit und Scharfsinn, humorvollem Augenzwinkern und Lokalkolorit die Sicht der einfachen Leute.

Gelernt hat er das Geigenhandwerk ab dem 6. Lebensjahr. Damals noch als Klaus von Wrochem, geboren in einer adlig-bürgerlichen Familie im Erzgebirge. Als Kriegskind, Jahrgang 1940, durchlebt er eine harte Kindheit und Jugend. Der Vater leidet an Kriegsfolgen, die überforderte Mutter schickt Klaus für einige Jahre in ein Kinderheim; später wächst der Junge in Pflegefamilien auf. Die Violine und die Musik werden zum Lebensinhalt des jungen Mannes.

Seine Musik ist eine Mischung aus Folk, Jazz, Rock und Klassik, die sich mit der uralten kölschen Volksmusik-Tradition des Krätzje-Gesangs verbindet: ad-hoc zu aktuellen menschlichen und politischen Anlässen produzierte Texte, oft in Reimform, kommentieren mit großer Deutlichkeit und Scharfsinn, humorvollem Augenzwinkern und Lokalkolorit die Sicht der einfachen Leute.

Seine Auftritte sind von wahrer „Urkraft“: seine Stimme klingt wie eine grobe Raspel: rauh, laut, oft wütend. Sein Geigenspiel: derb und kratzig: der Bogen tanzt in harten Rhythmen über die Saiten, in vierstimmigen Akkorden begleitet er seine Lieder; Ge-sang und Musik brechen hervor wie aus einem Vulkan. Aber er lässt zwischendurch auch exquisite Töne hören – sein Instrument ist zugleich Straßenfiedel und Konzertvioline.

So stellt „Klaus der Geiger“ seit fast vierzig Jahren seine Kunst in den Dienst der sozialen Bewegungen und Auseinandersetzungen in Köln. Aber auch bundesweit und in mancher Ecke Afrikas sind seine Lieder schon ge- und erhört worden.

Neben seinen Solo-Konzerten spielt er auch in zahlreichen Formationen von Kollegen, ist musikpädagogisch aktiv und leitet das Orchester des Kölner Kunstsalons. Doch anders als die G’stanzln der (Ver-)Stehgeiger in der neuen Wienerlied-Szene, warten die erfrischend provokanten, poetischen chordophone Krätzje des „Asphalt-Paganini“ aus dem Rheinland noch auf ihre wahre Entdeckung.

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