DRK-Blutspendedienst will Tarifdiktat

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Das Deutsche Rote Kreuz ruft zum Blutspenden auf und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen hin. Oft im Betrieb oder der Verwaltung, während der Arbeitszeit. Eigentlich eine gute Sache.
 
Ungut ist, dass sich der DRK-Blutspendedienst West gGmbH mit Sitz in Hagen nicht an demokratischen Spielregeln hält. 2006 hat sich der Blutspendedienst eine sogenannte Gelbe Gewerkschaft in den Betrieb geholt, den DHV (Deutscher Handels- und Industrieangestelltenverband) im Christlichen Gewerkschaftsbund. Diese Organisation ist dafür bekannt, dass sie ohne Mitglieder Tarifverträge abschließt, wie sie der Arbeitgeber
will.
 
Mit diesem Schritt wollte der Blutspendedienst die gut vertretene Gewerkschaft ver.di und die starken, in ver.di organisierten Betriebsräte schwächen. 
 
Mit dem DHV wurde – fast ohne Mitglieder – ein Tarifvertrag abgeschlossen, nach dem Neueingestellte rd. 25 Prozent mehr verdienen als in dem Tarifvertrag, den ver.di in einen langen, schwierigen Arbeitskampf 2007 durchsetzen konnte. So werden Beschäftigte für den Tarifvertrag mit der christlichen Gewerkschaft (DHV/Medsonet) geködert.

Das Ziel ist klar: Sind ver.di und die ver.di-Betriebsräte verdrängt, kann der Arbeitgeber endlich schalten und walten wie er will. Ohne lästige Mitbestimmung. Ohne eine einflussreiche Gewerkschaft.
 
Das DRK hat in der Bevölkerung einen guten Ruf. Mit ihrem Verhalten gefährden die verantwortlichen DRK-Funktionäre das Image der Nationalen Hilfsgesellschaft. 

Info: ver.di

4 Antworten to “DRK-Blutspendedienst will Tarifdiktat”

  1. Allan Quatermann Says:

    Der letzte Absatz kann so nicht stehen bleiben,
    „Das DRK hat in der Bevölkerung einen guten Ruf!“
    Weil die Bevölkerung genauso verdummt wird, wie von der Politik.

    Erstens ist der Blutspendedienst West gGmbH eine eigenständige Tochter des DRK. Unter dem Deckmäntelchen einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

    Es wird fusioniert das die Schwarte kracht.
    Mitbewerber werden über die Preispolitik des Einkaufs, Verarbeitung, anschließender Monopole vom Markt gedrängt.
    Blutspendedienste von Krankenhäuser oder Unis sehen das obige genauso.
    Das ehenamtliche Personal wird bei den Blutspendeterminen mit einen „Vergelts Gott,“ abgespeisst.
    Der Spender selbst bekommt schöne Orden und ein belegtes Brötchen.

    Es ist auch Quatsch, das in den Blutspendeausweisen der Spender steht,
    bei eigener Blutübertragung ist die Spende kostenlos.
    Mir ist kein Fall bekannt, dass eine Krankenkasse, diesbezüglich ihrer Mitglieder, diese Blutübertragung nicht bezahlt hat.
    Auch umgekehrt nicht, das ein Kassenpatient eine Rechnung über die Blutspenden bekommen hätte.

    Gleichzeitig existieren u.a. Verträge mit dem Blutspendedienst des Roten Kreuz der USA, hier insbesonders New York.
    Es wird von dort gerne bei Engpässen eingekauft.

    Zu den eigendlichen „Blutkonserven“.
    Diese haben nur eine begrenzte Lagerfähigkeit.
    Deshalb wird in den eigenen Instituten das Blut in seine Bestandteile verarbeitet. Hinter diesen fakturierten Blut ist der Blutspendedienst des DRK und die Pharmafirmen, wie der Teufel hinter der Seele, her.

    Durch diese wunderbare Verwandlung, bringen diese Bestandteile
    zig mal mehr Euros, wie eine Konserve mit Frischblut.
    Relation Frischblutkonserve, nebst Bestandteile, oder Verkaufspreis Blutkonserve, nebst die Bestandteile, kann nachgeliefert werden.

    Aber zurück zu diesen Arbeitgeber.
    An der Tagesordnung ist, dass Arbeitnehmer zum größten Teil nur noch Halbtags, auf 400 EURO- Basis, oder mit Zeitverträge, beschäftigt werden.

    Noch etwas zum Schluß, es haben nicht wenige Menschen, HIV durch Blutübertragungen bekommen.
    Der Blutspendedienst des Roten Kreuz, nicht nur in der USA,
    haben dies Anfangs in Abrede gestellt.
    Auch wurde, was heute selbstverständlich ist, wegen Kosten, auf Neusprech, Rendite, extra Laboruntersuchungen auf HIV verweigert.
    Es könnten einige Personen auf diesen Planeten weniger deswegen,
    HIV-Frei sein.
    Das Schmierentheater wegen den Entschädigungen ist eine andere Geschichte.

    Achso, es gibt darüber einen Spiel- oder Dokufilm.

    • Frank Konopatzki Says:

      Das mit der wunderbaren Verwandlung der Blutkonserven habe ich nicht ganz verstanden. Kannst du mir das noch mal erklären, wie das vor sich gehen soll und was das DRK dadurch gewinnt? Ist das womöglich illegal, machen das andere Blutspendedienste genauso? Der Film oder die Doku über das DRK würde mich auch interessieren.

  2. Gerd Says:

    Ich beobachte das Geschehen schon länger. Es ist ein Skandal! So wird also mit den Mitarbeitern umgegangen! Das ist ja wie bei Schlecker oder LIDL. Hat denn die Profitsucht beim Roten Kreutz jetzt auch einzug gehalten? Gelten die Grundsätze des Roten Kreutzes etwa nicht mal für die eigenen Mitarbeiter? Blutspenden ist wichtig, deshalb muss der Staat eingreifen um hier die Versorgung sicher zu stellen. Die Mitarbeiter verdienen es vernünftig behandelt zu werden, ich sehe was die leisten! Eine Pseudogewerkschaft? Und dann noch dieser ehemalige „Deutschnationale Handelsgehilfenverband“ (DHV) pfui!
    Gerd

  3. A. Quatermain Says:

    Erstens, das Fakturieren ist nicht illegal.
    Verarscht wird nur der Spender, der glaubt, ein Unfallopfer oder Mütterchen Maier bekäme auf dem Op-Tisch diese Konserve.

    Es werden Blut-Konserven kurz vor Ablauf in seine Bestandteile zerlegt. Oder der Fahrdienst, aufgebaut wie ein ÖPNV-Liniendienst holt diese Konserven von seinen Vertrags-Krankenhäuser wieder ab. Wenn von einer Blutgruppe ein Überangebot besteht, wurde oder wird sofort nach Eintreffen in der Blutbank, die Konserve in seine Bestandteile zerlegt.

    Es gab mal eine Zeit, da wurde in speziellen Terminen nur das Plasma entnommen und der Rest wieder infundiert.

    Es gab mal vor Jahren im Stern einen Bericht über den
    DRK – Blutspendedienst und die Verarsche gegenüber dem Spender oder der Bevölkerung.

    Das Fakturieren bringt einen um ca.10 fachen Gewinn, gegen über einer Vollkonserve.
    Da der Blutspendedienst West, so die offizielle Bezeichnung, eine Monopolstellung durch seine Unendgeldliche Blutspender hat, müssen die Blutspendedienste der Krankenhäuser zusehen, was übrigbleibt.
    Natürlich wird auch der kleine Rotkreuzhelfer für sein Helfen nicht bezahlt. Man redet ihm ein, das ist eine „Ehrenamtliche“ Tätigkeit.

    Für mich ist das Schwarzarbeit ohne Bezahlung!!!!!

    Den genauen heutigen Abgabe-Preis für eine Konserve kann ich nicht benennen, aber Onkel Google bemühen und man hat die Zahlen.

    Noch etwas, eine Tonne Altkleider bringt zur Zeit ca. 600 – 700 Euro. Tendenz steigend.
    Auch hier wird mit Ehrenamtlichen Helfer an den Altkleider-Terminen eingesammelt. Die Fahrer werden von den entsendenden
    Speditionen bezahlt und es gibt dafür eine Spendenbescheinigung.
    Eventuell gibt es noch 2-3 Klein-LKW auf lau von Mietwagenfirmen.
    Unkosten Null Euro!
    Der HEB möchte gerne da mitspielen.
    Und möchte sich an den Containern die auf öffentlichen Grund stehen, mitbeteiligen.
    Wer das entlehren für den HEB übernimmt, k.A.
    Der „Konzern der Menschlichkeit“ setzt dafür Zivis, Buftis oder Ehrenamtler ein.
    Der Monopolist, wer wohl, will sich das Handeln nicht aus der Hand nehmen lassen.
    Und wer dann immer noch glaubt, die frisch gereinigten und gebügelten Klamotten landeten in Takatukaland, dem will ich seinen Irrglauben nicht nehmen.

    Die obere Teppichetage beim DRK hat, da muss man Ehrlich sein,
    neuerdings nur Zeitverträge, die aber, wenn man keine Löffel klaut, immer verlängert werden.
    Diese Teppichetage wird AT bezahlt!
    In Aachen wurden als Firmenfahrzeug Jaguar und für die Frau Gemahlin „Mini“ gefahren.
    Der GF war so ausgelastet, das unter der Adresse DRK,
    noch ein paar Firmen für sich und Ehefrau liefen.

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