Rechenzentrum in der Kritik

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Mit einem neuen Rechenzentrum im Keller des Rathaus-Komplexes will die Stadt Hagen künftig im Katastrophenfall ihre Handlungsfähigkeit sichern. Kosten: 841 000 Euro, die komplett von der Stadt übernommen werden.

Ein Umstand, der die Grünen auf den Baum bringt. „Wir sind weder davon überzeugt, dass das Projekt notwendig ist, noch davon, dass es keine günstigeren Alternativen gibt“, sagt Ratsherr Rainer Preuß, selbst in der IT-Branche tätig. Eine Vorlage, mit der der Hagener Betrieb für Informationstechnologie (HABIT) das Projekt vorstellt, wird heute im Betriebsausschuss der städtischen Gesellschaft diskutiert. Gremien wie Haupt- und Finanzausschuss oder Rat sollen nicht beteiligt werden.

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Ein schönes Beispiel dafür, wie der Rat durch die Auslagerung diverser Teile der Verwaltung in eigenständige Gesellschaften sich selbst entmachtet hat. In welchem Maße die Mitglieder des Rats in einer solchen Frage die nötige Entscheidungskompetenz besäßen, ist eine andere Frage. Aber die stellt sich genauso für die Aufsichtsgremien von HABIT. Die sind allerdings nicht vom Volk gewählt.

Eine Antwort to “Rechenzentrum in der Kritik”

  1. Harald Wenk Says:

    Backup sollte schon sein. Erstens zur Sicherung und zweitens zur Kontrolle.
    Geht doch das Gerücht, dass in den Minuten vor dem Einsturz des Twin Towers 2001 einige Leute fabulösen Reibach, Milliarden, gemacht haben, weil natürlich „nicht wirklich“ eine reibungslose Sicherung funktionierte.
    100 Millionen, als so ein 1/10 bis 1/40 sind durch eine aufwendige Medienkampagne zur Kurskorrektur nach oben hereingekommen.
    Ich nenne das die „strukturelle Don Quichote“-Organisation der Demokratie. Nutzen die GRÜNEN, auch gerne in der EU Bürokratie, weidlich aus.
    So 200 000 Bürgerdaten sind recht viel. Etwas über 4 € pro Bürger für so eine komplexe Sicherheit – na, da hätte ein Privatverkäufer doch Chancen! Als Mathematiker und IT Mensch weiss man, was so ein fehlender Index oder so ein fehlendes Byte zur rechten Zeit am rechten Ort „KOSTEN“ kann. Wenn etwas passiert, ist das Geschrei groß, passiert nichts, ist es „zu teuer“. Es gibt auch viel „interne“ Verrechnungen. Das ist oft die Krux bei technischen und Verwaltungseinrichtungen. „Jeder gesparte Dollar kostet 10 Dollar“ (imerhin nur Geld) heisst ein Geschäfts- und Verwaltungsgesetz. ENTLASSEN SIE DIE SPARABTEILUNG ein zweites. Aber selbstverständlich. Das Gesamtkonzept…..kann man sich doch anschauen.

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