Ausstellung Albert Oehlen

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Vom 29. Mai bis 22. August 2010 zeigt das Emil Schumacher Museum in seiner zweiten Sonderausstellung Werke Albert Oehlens aus den Jahren 2008 bis 2010.

Albert Oehlen, geboren 1954 in Krefeld, gehört zu den führenden deutschen Gegenwartsmalern, dessen internationale Anerkennung sich an bedeutenden Einzelausstellungen, darunter in den letzten vier Jahren in London (Whitechapel Gallery, 2006), Neapel (Museo di Capodimonte, 2007) und Paris (Musée d’Art moderne de la Ville de Paris, 2009) ablesen lässt.

In Hagen findet nun seine erste deutsche Museumsausstellung seit 2005 statt. Mit Albert Oehlen ehrt das Emil Schumacher Museum im Jahr der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 auch einen der wichtigsten zeitgenössischen Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen.

Seit 2007 bearbeitet Albert Oehlen Fragmente und Ausschnitte großflächiger Plakate mit Farbgesten, deren Sprache sich zwischen ironischem Kommentar der fragwürdigen Ästhetik der darunterliegenden Werbung und dem freien Aufgreifen der dort gefundenen Formen bewegt. Die oft sparsam aufgetragenen Gesten verändern die grellen Poster zu abstrakten Bildfloskeln von aufregender Intensität. Auf diese Weise überführt er die Plakate aus ihrer ursprünglichen Bestimmung einer banalen, zielgerichteten Aussage in einen ästhetischen Zustand, der einem Klang, Geruch oder einer Atmosphäre entspricht.

In der Folge dieser Bilder entstehen seit 2008 Gemälde, in denen die Gesten zunehmend die Hauptrolle übernehmen, bis hin zum völligen Verzicht auf Plakatmotive. Das Ergebnis sind Bilder von großer Leichtigkeit, deren gestische Motivwelt wie farbiger Dunst über der Leinwand liegt.

Infos: Emil-Schumacher-Museum

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