60 Jahre Comics aus Deutschland

by

Ausstellung in der Universitätsbibliothek Hagen

Die von Dr. Bernd Dolle-Weinkauff ins Leben gerufene Ausstellung „Comics made in Germany – 60 Jahre Comics aus Deutschland“ nimmt einen Rückblick auf Stoffe und Stile, Helden und Serien, Erfolge und Kuriositäten des deutschen Comics. Zahlreiche Bücher und Taschenbücher, Alben und Hefte unterschiedlichster Formate dokumentieren die Entwicklung der Gattung von den Kinder- und Jugendserien der frühen Nachkriegszeit über die politisierten Comics der APO-Generation der sechziger Jahre bis in unsere Gegenwart. Deutlich wird, dass der Comic eine höchst differenzierte Gattung geworden ist, die Phantasie, Witz und Angriffslust nutzt.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Universitätsbibliothek Hagen, der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main und dem Institut für Jugendbuchforschhung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Zur Eröffnung am 1. Juni um 19.00 Uhr hält Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main den Vortrag „Von Sigurd bis zur Graphic Novel. Der lange Marsch des Comic durch die deutsche Populärkultur“.

Die Ausstellung ist bis zum 12. Juli im Ausstellungsraum der Hagener Universitätsbibliothek, Universitätsstraße 23, 58097 Hagen, zu sehen. Die Öffnungszeiten: Mo-Do 9 bis19 Uhr, Fr 9 bis 19 Uhr und Sa 9 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.

2 Antworten to “60 Jahre Comics aus Deutschland”

  1. robert Says:

    Unter dem Motto »Was an Schmutz und Schund ich hab‘, fort damit ins Schmökergrab«, startet die Stadtbücherei Hagen bereits 1954 eine Umtauschaktion. Comics und Heftchenromane werden im Gegenwert ihres Handelspreises gegen ‚gute Jugendbücher’ getauscht, die das Jugendamt finanziert. Die Aktion stößt auf unerwartete Resonanz. Binnen vier Stunden werden 20.918 Hefte abgegeben, die anschließend in einer Ausstellung zur Aufklärung von Eltern und Lehrern zur Schau gestellt werden
    So wurden viele heute wahrscheinlich teuere Sammlerstücke vernichtet.

  2. Leif-Thorsten Kramps Says:

    @robert: Dabei wurden damals noch die Donald Duck-Comics von der genialen Dr. Erika Fuchs übersetzt. Ihre Übersetzungen enthielten – anders als die amerikanischen Vorlagen – zahllose versteckte Zitate und literarische Anspielungen. So war sie, als hervorragende Literaturkennerin, der festen Überzeugung, man könne als Übersetzerin von Comics nicht gebildet genug sein. Die Nähe zur deutschen Klassik scheint etwa auf, wenn Tick, Trick und Track sich angelehnt an Schillers Version des Rütlischwurs versprechen: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns waschen und Gefahr.“ Auch der fast immer als ihre Schöpfung bezeichnete Spruch: „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ ist keine eigene Erfindung, sondern eine Abwandlung der ersten Zeile des Ingenieurlieds von Heinrich Seidel (1842–1906), veröffentlicht 1889 im Glockenspiel („Dem Ingenieur ist nichts zu schwere …“).

    Mehr zu Erika Fuchs gibt’s hier —> http://www.barksbase.de/deutsch/bbload.htm?bbid=b&bbmain=http%3A//www.barksbase.de/deutsch/bbb.htm

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: