DStGB lehnt Privatisierung von Sparkassen ab

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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund lehnt eine Privatisierung von Sparkassen ab. Gerade in der Krise hätten sich die Sparkassen als stabile Säule im deutschen Finanzsystem bewährt. Darauf wies die Vorsitzende des Finanzausschusses des DStGB, Bürgermeisterin Ursula Pepper (Ahrensburg), in Weimar hin.

„Die kommunalen Träger der deutschen Sparkassen sehen deshalb den Gesetzentwurf der schleswig-holsteinischen Landesregierung zur Änderung des Sparkassengesetzes mit Sorge“, so Pepper. Die darin enthaltene Möglichkeit, Stammkapital im Bereich der Sparkassen zu bilden und Dritten eine beschränkte Minderheitsbeteiligung an diesem Stammkapital einzuräumen, führe zu einer Gefährdung des gesamten deutschen Sparkassenwesens!

Pepper wandte sich insbesondere gegen die in dem Gesetzentwurf enthaltene Regelung, dass nicht nur öffentlich-rechtlichen Sparkassen, sondern auch vergleichbaren Trägern die Beteiligung an öffentlich-rechtlichen Sparkassen in Schleswig-Holstein ermöglicht werden soll.

„Diese Regelung bietet Privaten einen Einstieg in öffentlich-rechtliche Sparkassen und könnte von privaten Wettbewerbern genutzt werden, um auf gerichtlichem Wege eine Privatisierung des gesamten Sparkassensektors zu erzwingen“, sagte die Vorsitzende. Damit würde das erfolgreiche deutsche Drei-Säulen-Modell mit Privatbanken, Genossenschaftsbanken und öffentlichen Sparkassen in Frage gestellt und letztlich die Förderung der mittelständischen Wirtschaft und des Handwerks durch die Sparkassen gefährdet.

Es handelt sich zwar in diesem Falle um Schleswig-Holstein, aber wer weiß heute schon, was nach der Landtagswahl in NRW hierzulande aufgetischt wird?

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