DGB: Kein Grund zur Euphorie am Arbeitsmarkt

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Wenngleich der Zuwachs an Arbeitslosigkeit in Hagen im vergangenen Monat immer noch moderat blieb, sieht der Hagener DGB keinen Grund zur Euphorie. Tausende Arbeitnehmer seien in Kurzarbeit und hofften auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Viele Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie sehen wachsende Chancen vor dem Hintergrund des aktuellen Tarifvertrages in der Metall- und Elektroindustrie. Für den DGB-Kreisvorsitzenden Jochen Marquardt zeigt der Vertrag in die richtige Richtung.

„Dieser Tarifvertrag der IG Metall ist unser Beitrag zur Beschäftigungssicherung. Andere Branchen wie die Chemie werden folgen, “ so Marquardt.

Eine Garantie für alle Arbeitsplätze biete das aber nicht. Dagegen spreche die reale Wirtschaftsentwicklung, die laut statistischem Bundesamt im 4. Quartal 2009 um mehr als 5% unter die Entwicklung des 1.Quartals 2008 gesunken sei.

„Das ist kein Indiz dafür, aus dem Krisental heraus zu sein. Darum müssen wir einerseits alle Anstrengungen unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu verhindern. Andererseits sind Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft besonders dringlich. Anstatt, wie Dr. Westerwelle den Druck auf Arbeitslose zu erhöhen, brauchen wir weitere Impulse durch konjunkturellen Aufbau, einen gesetzlichen Mindestlohn und deutlich mehr Geld in den Portemonais der Kollegen, um neue und gute Arbeitsplätze zu schaffen. Hierzu werden wir unseren Beitrag leisten. Anstatt Zeit mit Diffamierungen zu verschwenden, sollte sich die Bundespolitik mit aller Kraft den Problemen und Ängsten der Bevölkerung zuwenden“, so Marquardt.

Mit Sorgen schaut der DGB auf die Entwicklung der Leiharbeit. Während es insgesamt bei den Stellenangeboten sehr zurückhaltend voran geht wachsen die Angebote für Leiharbeit wieder.

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