DGB-Hagen: Rückforderung macht keinen Sinn

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Für den Deutschen Gewerkschaftsbund in Hagen macht die Rückforderung des Kindergeldes für Hartz IV-Bezieher in doppelter Hinsicht keinen Sinn: Zum einen kommen die Gelder bei Menschen an, die das Geld dringend für sich und die Kinder benötigen und zum anderen würde die Rückforderung außerordentlich teuer.

Nach Berechnung der ARGE-Wuppertal ist davon auszugehen, dass der Aufwand je Rückforderung rund 80 € Verwaltungsaufwand bedeutet und damit um ein vielfaches höher liegt, als die versehentlich angewiesenen Geldbeträge, so der ARGE-Geschäftsleiter Thomas Lenz.

Der DGB-Hagen fordert die Verantwortlichen bei der BA und in der Politik dazu auf, auf die Rückforderungen im Interesse aller Beteiligten zu verzichten.

DGB-Kreisvorsitzender Jochen Marquardt: „Nach den Informationen aus Wuppertal müssen die Bescheide alle von Hand geändert werden. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis. Es ist schon fast eine schicksalhafte Fügung, weil noch einmal der gesamte Unsinn dieser Politik deutlich wird. Diejenigen, die das Geld am dringendsten brauchen, wurden von vornherein ausgeschlossen.“

Für Hagen geht es immerhin um einige tausend Bescheide und die Beschäftigten der ARGE haben für den DGB-Kreisvorsitzenden eigentlich mehr und wichtigeres zu tun, als sich mit Rückforderungen zu beschäftigen und eine politische Panne auszubügeln, für die sie nun wirklich nicht verantwortlich sind.

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