Payback-Punkte für Hartz-IV-Empfänger

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In Dortmund und Hagen sind Immobilien-Anzeigen aufgetaucht, in denen Hartz-IV-Empfängern eine Mietrückerstattung versprochen wird. Der Sprecher der Hagener ARGE spricht von „Betrug am Steuerzahler“, wenn der Vermieter Teile der Miete – von der ARGE bezahlt – an den Mieter zurückgebe.

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Diese Aufregung ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Das Modell des Vermieters entspricht doch zu 100% der neoliberalen Marktideologie. Der Mann setzt ein cleveres Marketing-Konzept um: Das Payback-System der Supermärkte.

Oder anders: Der Vermieter verbucht seine Einnahmen. Was er anschließend damit macht, ist seine Sache. Wenn er etwas aus den Mieteinnahmen spendet, ist das Privatangelegenheit. Wenn Discounter an Hatz-IV-Empfänger Waren verkaufen und anschließend über ihren Lions-Club oder sonstwen überschüssige Waren an örtliche Tafeln verschenken – ist da jemals das Wort „Betrug“ gefallen?

Was ist mit den diversen „Dankeschön-Spenden“ im politischen Raum: Pöstchen für Schröder, Clement oder Rürup? Jüngstes Beispiel dieser gekauften Republik: Die Millionen-Spende eines Großhotelliers an die FDP, dafür Steuerermäßigungen als Gegenleistung. Wo bleibt dort die Empörung, wo die Staatsanwaltschaft?

Eine Antwort to “Payback-Punkte für Hartz-IV-Empfänger”

  1. Edith Says:

    Leider müssen die Empfänger von ALG II die Rückvergütung als Einahmen angeben, andernfalls machen sie sich strafbar. Es handelt sich eher um ein Marketing – Gag als um ein Konzept.

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