DGB: Leiharbeit braucht Mindestlohn

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Die Hagener Gewerkschaften begrüßen einen aktuellen Antrag der SPD-Fraktion an die Landesregierung NRW.

Die CDU / FDP – Regierung wird darin aufgefordert „allen Einfluss auf Bundesebene wahrzunehmen, um die Leih- und Zeitarbeitsbranche ins Arbeitnehmer- Entsendegesetz aufzunehmen“. In der Begründung verweist die SPD darauf, dass in Nordrhein-Westfalen derzeit weit über 100.000 Menschen in der Leih- und Zeitarbeitsbranche tätig sind. Besondere Bedeutung hat die Diskussion durch die Auseinandersetzung um die Drogeriemarktkette Schlecker in jüngster Zeit gewonnen. In die öffentliche Kritik kam nun auch noch die Deutsche Bahn.

Für den DGB in Hagen nur zwei Beispiele für die Negativentwicklungen. „Die Auswirkungen von Leiharbeit und prekärer Beschäftigung finden sich auch in unserer Region. Wohlfahrtsverbände und Krankenhäuser machen ebenso mit wie Unternehmen. Gemeinsam geht es ihnen um möglichst billige Arbeit. Die Gefahren für Arbeitsplätze und weiteres Lohndumping werden weithin ausgeblendet“, so DGB-Kreisvorsitzender Jochen Marquardt.

Mit dem Start einer Unterschriftenaktion in der vergangenen Woche wollen die Gewerkschaften den Protest verstärken. Wer sich beteiligen möchte kann sich an den DGB und Ver.di in Hagen wenden. Dort wird die Unterschriftenaktion koordiniert.

„Den Antrag der NRW-SPD begrüßen wir. Aber es geht uns nicht nur um den notwendigen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche. Diese Art von Beschäftigung, das Verleihen von Arbeitnehmern, muss insgesamt neu geregelt werden. Ziel muss es sein ihren Anteil an allen Beschäftigungsverhältnissen insgesamt wieder auf ein Normalmass zu reduzieren“, so Marquardt.

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