Wohin marschiert HAGEN-AKTIV?

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Der neue Öffentlichkeitsreferent von HAGEN-AKTIV, Leif-Thorsten Kramps, spielt in der völkisch-esoterischen Liga. Er ist beileibe nicht der Erste; schon in der Vergangenheit haben merkwürdige Gestalten versucht, in kleinen politischen Gruppen Fuß zu fassen.

Jahrelang wurde die Wählervereinigung HAGEN-AKTIV ihrem Namen gerecht. Sie war halt aktiv und jeden Samstag mit einem Stand in der Elberfelder Str. vertreten. Obwohl sie in der vergangenen Wahlperiode mit nur einem Sitz im Stadtrat vertreten war, zog sie tapfer ihren Oppositionskurs durch. Das zahlte sich bei den Kommunalwahlen im vergangenen August aus: Mit plus 5,4% der abgegebenen Stimmen erzielten die AKTIVEN den höchsten Zuwachs und landeten bei respektablen 7,7%.

Zu verdanken hat die Wählervereinigung diesen Erfolg sicherlich ihrem basisdemokratischen Ansatz und der Tatsache, dass sie zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Themen besetzt hat. Vor allem hat sie sich nicht vom herrschenden politischen Mainstream vereinnahmen lassen, sondern ihr Verständnis oppositioneller Politik umgesetzt.

Jetzt hat dieses schöne Bild einen erheblichen Kratzer bekommen. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung hat HAGEN-AKTIV einen neuen Vorstand gewählt. Öffentlichkeitsreferent wurde ein gewisser Leif-Thorsten Kramps.

Kramps? Genau, der Sohn des ehemaligen Landtagsabgeordneten und heutigen Aktivisten der örtlichen SPD-Arbeitsgemeinschaft „60+“, einer Art Altherrenclub der Sozialdemokraten.

Das wäre nun wirklich nicht anstößig, aber Kramps junior ist auch noch auf anderen Baustellen unterwegs. So ist er Kontaktperson für Südwestfalen einer Gruppe namens „Germanische Glaubensgemeinschaft“, die in dem Geschwurbel völkisch-esoterischer Vereine zu verorten ist.

In der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 13/5434) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion heißt es dazu:

Neugermanisch-heidnische Gruppen sind in Deutschland in der politischen Diskussion ein noch weitgehend unbeachtetes Phänomen, obgleich sie eine lange Tradition haben: Sie bildeten sich schon Ende des letzten Jahrhunderts, erhoben völkische Anschauungen zum Gegenmodell einer modernen Gesellschaft und begründeten damit auch die nationalsozialistische Rassenideologie.

Nach 1945 arbeiteten neugermanisch-heidnische Gruppen unbehelligt von Politik und Öffentlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland und bilden inzwischen ein gut funktionierendes Netzwerk aus Vereinigungen und Zirkeln, Kultstätten, Zeitschriften, Verlagen, Videoproduktionen und Firmen. Gemeinsam ist ihnen: Sie lehnen Christentum, Judentum und/oder Islam als sogenannte artfremde, orientalische Religionen ab. Verachtung gegenüber Menschen, die nicht »nordisch« sind, ist bis heute Kern der neugermanischen Ideologie, die auf drei Prinzipien beruht: nationale Gesinnung, Rassentheoretik und Blutmythos als Begründung des Führungsanspruchs der »germanischen Rasse«. Rassentheorie und Blut-und-Boden-Vorstellungen werden dabei häufig verschleiert. Neugermanisch-heidnische Gruppen tragen zu einer rechtsextremen Reideologisierung bei. Sie unterstützen zudem den unorganisierten Rechtsextremismus durch die Bereitstellung von Organisationsstrukturen und -formen.

Dazu passt, dass Kramps, der früher viele Jahre in Bomberjacke durch Wehringhausen marschierte, auch in der kürzlich vom Chaos Computer Club gehackten Kundenliste des bei Neonazis beliebten Textilhändlers „Thor Steinar“ zu finden ist.

Kramps, der – passender Weise – die nordisch-germanischen Vornamen Leif-Thorsten sein Eigen nennt, ist keinesfalls allein, wenn es gilt, in kleinere politische Gruppen einzusickern. Erinnert sei an den damaligen WASG-Anführer Joga Twickel, der ein glühender Anhänger des antisemitischen Quacksalbers Hamer („Germanische Neue Medizin“) war (und wahrscheinlich immer noch ist) und in Hagen einen einschlägigen Stammtisch unterhielt. Oder an den ehemaligen Maoisten Peter Weinfurth („Operetten-Trotzki“), der sich dem Germanen-Kult hingegeben hatte und ebenfalls versuchte, bei der politischen Linken unterzuschlüpfen und inzwischen Insolvenz angemeldet hat.

Bedenklich bei Kramps ist allerdings weiter, dass der neugermanisch-esoterische Aktivist stellvertretender Leiter der Hohenlimburger Zweigstelle der Stadtbibliothek ist. Vielleicht hat Papi ja seinerzeit seine Drähte bemüht, um Sohnemann auf einem warmen Plätzchen unterzubringen. Ob ein Esoterik-Germane dort richtig ist, darf aber bezweifelt werden.

15 Antworten to “Wohin marschiert HAGEN-AKTIV?”

  1. robert Says:

    Armes Deutschland , mit dem Mann ist Hagen-Aktiv für mich gestorben.

    Auszug aus der Homepageseite „Rabenclan“
    Leif-Thorsten Kramps ist im Sauerland ansässig und war in seiner Jugend nach eigener Aussage „Monarchist“ und „Kaiser Wilhelm Verehrer“, bevor er sich dem Nationalanarchismus anschloss (- nicht zu verwecheln mit dem „AnarchoNationalismus“ von ORD-Mitglied Thilo Kabus). Heute ist er als besonders aktives Mitglied des „Arbeitskreis Bioregionalismus Sauerland“ bekannt. Er veröffentlichte die Zeitschrift „Stachelbeere – Rundbrief für Bioregionalismus und spirituelle Ökologie“. Der „Arbeitskreis Bioregionalismus Sauerland“ gilt als typisches Beispiel der wiederbelebten Querfront-Strategie der Neuen Rechten. Verdeutlicht wird dies z.B. durch die Liste der auf der Seite aufgeführten Ideengeber (man beachte auch die teilweise Verlinkung auf Seiten aus dem rechtsextremen Umfeld
    Quelle
    http://www.rabenclan.de

  2. TheAvenger Says:

    Der Vorstand von Hagen-Aktiv weiß vermutlich gar nichts von den Aktivitäten von Kramps. Die meisten Mitglieder wahrscheinlich auch nicht. Das ist eben die Strategie der „neuen“ Rechten, in bestehende Strukturen einzusickern.

    Es wäre die vordringliche Maßnahme einer politischen Hygiene, sich konsequent und schnell von solchen Leuten zu trennen.

    Hagen-aktiv hat sich wirklich einiges an Reputation erworben, es wäre schade, wenn diese wegen eines Irrlichts verloren ginge.

  3. KeinFührer! Says:

    Die erwähnten Twickel und Weinfurth waren in den Redaktionen von zwei linken Online-Diensten tätig. Nach Bekanntwerden ihrer Verbindungen zu antisemitischen bzw. völkischen Vereine sind beide umgehend rausgeflogen. Das wünscht sich der Beobachter auch bei Kramps. Vermeintliche „Liberalität“ ist hier fehl am Platze. Wehret den Anfängen!

  4. ws Says:

    Die vom Kommentator „robert“ genannten Quellen sind unter

    http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/KuehneSpicerORDKap71

    zu finden. Die Links funktionieren teilweise nicht mehr, vielleicht hilft die Suche im Google-Archiv.

  5. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Es ehrt Sie, dass sie sich Sorgen um die Zukunft von Hagen Aktiv machen. Sie befürchten, dass Hagen Aktiv durch meine Wahl als Öffentlichkeitsreferent in falsches Fahrwasser geraten könnte. Ich möchte Ihnen auf diesem Wege versichern, dass ich gegenüber Hagen Aktiv keinerlei subversive Absichten verfolge. Ich bin zu Hagen Aktiv gestoßen, weil mich deren Engagement für direkte Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung überzeugt hat. Darüber hinaus glaube ich nicht, dass eine politische Vereinigung wie Hagen Aktiv, dessen Mitglieder derart engagiert und politisch wachsam sind, für eine wie auch immer geartete Subversion durch Einzelpersonen anfällig ist.

    Es ist richtig, dass ich viele Jahre lang praktiziernder Heide in der Tradition des Ásatrú (= germanisches Heidentum) war. Darin sehe ich nichts verwerfliches. Ásatrú geht nicht zwangsläufig mit völkischen, nationalistischen oder rassistischen Vorstellungen konform. Ásatrú ist der Versuch einer Wiederbelebung der indigenen vorchristlichen Religion der Germanen, die aufgrund der Christianisierung Europas im frühen Mittelalter unterging. Nationalismus und Rassismus sind hingegen neuzeitliche Phänomene. Ich will jedoch nicht verschweigen, dass es innerhalb der neuheidnisch-germanischen Bewegung auch Einzelpersonen und Gruppen gibt (z.B. die Artgemeinschaft), die eine – wie ich meine – unstatthafte Vermengung von heidnischer Religiosität und völkischer, nationalistischer oder rassistischer Politik betreiben. Dies ist nach meinen Erfahrungen jedoch nicht repräsentativ für die gesamte neuheidnisch-germanische Bewegung in Deutschland.

    Übrigens bezeichne ich mich – obwohl ich nach wie vor Sympathien für die heidnische Religiosität hege – seit einiger Zeit nicht mehr als Heide. Ich habe ich mich immer auch mit den religiösen Traditionen anderer Völker befasst. Dabei bin ich u.a. auf die Lehre von den vier Weltzeitaltern gestoßen, die sich weltweit wie ein roter Faden durch die traditionalen Vorstellungen von Geschichte zieht. Wir finden diese Lehre bei den Germanen, im antiken Griechenland, im christlichen Mittelalter, im alten China, bei den Inkas, Azteken und Mayas und vor allem in der vedischen Tradition Indiens. Die Lehre von den vier Weltzeitaltern geht zunächst von einem zyklischen Geschichtsbild aus. Man stellt sich den geschichtlichen Verlauf der Menschheit in Form eines Rades anstatt einer Linie vor. Dieses Rad wiederum ist in vier Abschnitte unterteilt: dem Goldenen Zeitalter, dem Silbernen Zeitalter, dem Bronzenen Zeitalter und den Dunklen Zeitalter oder im Sanskrit, der Sprache der Veden: dem Satya Yuga, dem Treta Yuga, dem Dvapara Yuga und dem Kali Yuga. Gegenwärtig befinden wir uns – davon bin ich persönlich überzeugt – im Kali Yuga dem Zeitalter des Niederganges, der Zerstörung, des Hasses, des Neides, der Ignoranz und der Dummheit. Wir haben es hier mit größter Wahrscheinlickeit mit einem uralten Mythos zu tun, dessen Wurzeln vermutlich im persischen Zoroastrismus verborgen liegen. Die exakte zeitliche Zuordnung der vier Weltzeitalter ist sehr schwierig und es existieren diesbezüglich die unterschiedlichsten Modelle. Ich persönlich glaube, dass wir Europäer spätestens seit dem Untergang des abendländischen Rittertums im Dunklen Zeitalter (Kali Yuga) leben. Das Bronzene Zeitalter (Dvapara Yuga) manifestierte sich in Europa in der Kultur der Germanen und Kelten. Die matriarchale Kultur des Paläo-, Meso- und Neolithikums verkörperte das Silberne Zeitalter (Treta Yuga). Vom vergangenen Goldenen Zeitalter (Satya Yuga) haben wir lediglich mythische Vorstellungen. Wenn wir heute, also in der Endphase des Kali Yuga, die Religion der Germanen, also des vergangenen Bronzenen Zeitalters, wiederherzustellen versuchen, ähnelt dies meines Erachtens dem Versuch im tiefsten Winter wieder das abgefallene Laub an die Bäume zu kleben, in der irrigen Vorstellung sich dadurch wieder in den vergangen Herbst zurücksetzen zu können. Meinen aktuellen religiösen Standpunkt kann ich übrigens gegenwärtig nicht eindeutig verorten, ich befinde mich noch auf der Suche. Mit Ihrer Bezeichnung „Esoterik-Germane“ kann ich mich jedenfalls nicht identifizieren. Bei der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft bin ich schon seit längerem nicht mehr aktiv. Ich werde dort wohl aber noch als Mitglied geführt, weil ich mir noch nicht Mühe gemacht habe, meine Mitgliedschaft zu kündigen. Dass ich dort noch als Kontaktperson für Westfalen geführt werde, ist vermutlich ein Versehen. Ich werde dafür Sorge tragen, dass ich zukünftig dort nicht mehr als Kontaktoperson geführt werde.

    Zu der von Ihnen zitierten Antwort der Bundesregierung (Drucksache 13/5434) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion bezüglich der neugermanisch-heidnischen Gruppen in Deutschland möchte ich anmerken, dass ich die darin enthaltenen Ausführungen nicht teile. Ich vertrete die Ansicht, dass trotz aller vordergründigen Germanentümelei der Nazis, eine heidnisch-germanische Religiösität keine ernsthafte Rolle im Dritten Reich spielte. Tatsächlich erschien den nationalsozialistischen Machthabern die germanische Tradition als ideologische oder religiöse Grundlage für ihren zentralistischen Nationalsstaat eher hinderlich. Die historischen Germanen lebten in kleinen, untereinander zerstrittenen Stammeseinheiten. Sie dachten und handelten wohl eher regionalistisch bzw. tribalistisch und nicht nationalistisch bzw. zentralistisch. Darüber hinaus stand das Modell der germanischen Thingdemokratie dem nationalsozialistischen Führerprinzip wohl diametral entgegen. Übrigens wurden im Dritten Reich die heidnisch-germanischen Religionsgeminschaften keineswegs begünstigt. Sie sahen sich vielmehr staatlichen Repressionen ausgeliefert. So wurde z.B. unter der NS-Herrschaft der Germanischen Glaubens-Gemeinschaft (GGG) verboten öffentliche Versammlungen abzuhalten, der Mitbegründer und Vorsitzende der GGG, der Maler und Dichter Prof. Ludwig Fahrenkrog (1867-1952) erhielt ein Ausstellungsverbot und es fanden Wohnungsdurchsuchungen statt. Auch die Ansicht der Bundesregierung, dass das neugermanische Heidentum die nationalsozialistische Rassenideologie mitbegründet hat, teile ich nicht. Die nationalsozialistische Rassenideologie gründet sich wohl eher auf Arthur de Gobineau (1816-1882), der mit seinem vierbändigen Essay „Über die Ungleichheit der Menschenrassen“, über die Überlegenheit der „arischen Rasse“ fabulierte.

    Dass ich in der Kundenliste des Textilhändlers „Thor Steinar“ zu finden bin, dessen Bekleidung sich nach Ihren Informationen bei Neonazis besonderer Beliebtheit erfreut, kann ich übrigens nur dadurch erklären, dass hier offensichtlich mit meinen Daten gehandelt wurde, was ja – wie Sie wissen werden – heutzutage leider nicht ungewöhnlich ist. Ich kann Ihnen auf jeden Fall versichern, dass Kleidung aus dem Hause „Thor Steinar“ nicht zu meiner bevorzugten Garderobe gehört.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Leif-Thorsten Kramps

  6. robert Says:

    Schöne Geschichte.
    Mit 3000 Worten nichts gesagt.

  7. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Mir ist aufgefallen, dass meine Ausführungen über das zyklische Weltbild und die vier Weltzeitalter sehr üppig ausgefallen sind. Mir ist natürlich bewussst, dass der Doppelwacholder kein Forum für vergleichende Religionswissenschaften ist und ich mich hier hätte knapper fassen müssen. Ich bitte um Nachsicht.

  8. robert Says:

    Und wie erklären Sie das Herr Kramps:

    http://www.terz.org/texte/texte_07_00/antifa.html

  9. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Hoppla, hier durchstöbert offensichtlich jemand als „antifaschistisches Trüffelschwein“ fleißig die unendlichen Weiten des Internets.

    Es ist richtig, dass ich im Jahr 2000 Mitglied im Vorstand der Unabhängigen Ökologen Deutschlands (UÖD) war und an dem besagten Bundestreffen teilgenommen hatte. Soweit mir bekannt ist galten die Unabhängigen Ökologen zu keiner Zeit als verfassungsfeindlich. Ich sehe darin also keinen Grund um mich an den „virtuellen Pranger“ zu stellen.

  10. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Nachsatz @robert: Bitte werten Sie den Ausdruck „Trüffelschwein“ nicht als Beleidigung. Ich habe diese Bezeichnung lediglich als allegorisches Stilmittel verwenden wollen.

  11. kasandra Says:

    Lieber Leif!!!!

    Immer schön mit dem Strom schwimmen. Heute Rabenclan,heidnisch, Bioregionalismus usw., morgen… ja was eigentlich?
    Als Mitglied bei Hagen Aktiv, solltest Du einer demokratischen Linie folgen.
    Leider kann ich diese „Grundeinstellung“ aus Deiner Biographie und Vorgeschichte nicht erkennen. Wenn ich richtig informiert bin nimmt der Rabencaln keine Frauen und Ausländer auf.
    In einem Land, was MULTI-KULTI ist und einem so „toleranten“ und vielseitigen Aktivisten, wie Du es bist, scheint mir das ein Armutszeugnis und nicht überein mit unseren deutschen GG.
    Wie erklärst Du Dir das???

  12. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Werte Kasandra,

    erstens bin ich niemals Mitglied beim Rabenclan gewesen und zweitens nimmt der Rabenclan, soweit mir das bekannt ist, selbstverständlich auch Frauen und Menschen mit ausländischem Migrationshintergrund auf. Die Satzung des Rabenclans kannst Du übrigens hier einsehen —> http://www.rabenclan.de/index.php/WirUeberUns/SatzungText

    Offensichtlich beziehst Du Deine Informationen aus zweifelhaften Quellen. Bevor Du über eine Person oder eine Organisation ein Urteil fällst, solltest Du m.E. im Vorfeld ruhig mal die betreffenden Primärquellen zur Kenntnis nehmen.

    Nichts für ungut.

    Gruß, Leif

  13. kasandra Says:

    Hallo Lief,

    nicht geurteilt, sondern angemerkt. Aber zweifelhaft ist doch wohl nicht, dass Du in der rechten Szene aktiv warst oder bist???
    Mir fehlt es daher nur schwer zu glauben, dass sich eine wie o.g. angemerkt „Grundeinstellung“ ändern kann.

    Mir sind die Arbeit und die Prinzipien der Hagen Aktiv gut bekannt und soweit wie es möglich ist setze ich mich als Hagener Bürgerin natürlich dafür ein.
    Daher ist es mir acuh sehr wichtig, dass die „Partei“ nicht in Verruf kommt, bzw. wichtige Wähler verliert.
    Du bist sehr wortgewand, daher bist Du schon eine Bereicherung für HA, allerdings nicht, wenn Du eine Menschenverachtende Poltik bzw. Richtug verfolgst.

    Grüße
    K

  14. Leif-Thorsten Kramps Says:

    Hallo Kasandra,

    zunächst möchte ich an dieser Stelle betonen, dass ich weder ein Nationalist noch ein Rassist oder gar Faschist bin. Meine Weltanschauung lässt sich in einen Satz fassen: „Für eine Welt, in der viele Welten möglich sind!“. Dieses Motto steht für eine mannigfaltige und vielgestaltige Welt, in der jede menschliche Gemeinschaft nach ihrer Façon selig werden soll. Ich vertrete eine Weltanschauung, die kosmopolitisch und dabei strikt dezentralistisch ausgerichtet ist. Der Nationalismus vertritt genau das Gegenteil: Der Nationalismus ist provinziell und zugleich zentralistisch ausgerichtet. Ich wünsche mir weder die nationale Abschottung noch die Auflösung aller menschlichen Kulturen in eine globalistische Welteinheitszivilisation. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es gerade die Vielgestaltigkeit ist, die den Reichtum dieser Welt ausmacht. Nun zum Vorwurf des Rassismus: Der Rassismus setzt bekanntlich die Überlegenheit der eigenen Rasse voraus und leitet daraus einen Herrschaftsanspruch ab. Solch irrige Vorstellungen vertrete ich ganz gewiss nicht. Ich verurteile jeglichen Rassismus und bejahe die Verschiedenartigkeit der Menschen ebenso wie ich deren Gleichwertigkeit anerkenne.

    Ebenfalls möchte ich Dir auf diesem Wege versichern, dass ich gegenüber Hagen Aktiv keinerlei subversive Absichten verfolge. Ich bin zu Hagen Aktiv gestoßen, weil mich deren Engagement für direkte Demokratie und mehr Bürgerbeteiligung überzeugt hat. Ich stehe hundertprozentig zu den Inhalten des Hagen Aktiv-Programms „Mehr Demokratie wagen in Hagen“. Darüber hinaus glaube ich nicht, dass eine politische Vereinigung wie Hagen Aktiv, dessen Mitglieder im hohen Maße politisch engagiert und wachsam sind, für eine wie auch immer geartete Subversion durch Einzelpersonen anfällig ist.

    Bitte sei so fair und beurteile mich nicht anhand dessen, was ich vor 15 oder 20 Jahren getan oder angeblich getan haben soll, sondern an meiner gegenwärtigen Tätigkeit als Öffentlichkeitsreferent von Hagen Aktiv.

    Beste Grüße, Leif

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