Oskar Pahnke verstorben

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Die Hagener CDU trauert um ihr Mitglied Oskar Pahnke. Pahnke war in der Nacht zum Dienstag kurz vor Vollendung seines 92. Lebensjahres verstorben.

Der CDU-Politiker gehörte zehn Jahre dem Hagener Stadtrat an und gilt als einer der Mitbegründer der Senioren-Union in der CDU, deren Landesvorstand er als beratendes Mitglied diente. Seine Partei zeichnete ihn mit der Konrad-Adenauer-Medaille und der CDU-Ehrenmedaille in Silber aus.

Daß Pahnke auch Ritterkreuzträger war, dürfte in den zu erwartenden Nachrufen wohl keine Rolle spielen. Diesen Orden bekam er für seine „Verdienste“ als SS-Obersturmführer in den besetzten Niederlanden verliehen.

Seine Vergangenheit hat dem beruflichen Werdegang Oskar Pahnkes zumindest nicht geschadet. Nach Ende des Krieges fand der gebürtige Cottbuser als Werbeleiter der Andreas-Brauerei eine mit Prokura verbundene Anstellung im Unternehmen des SS-Kameraden Carl Horst Andreas.

Dort war noch ein weiterer Kamerad in der Führungsetage tätig: Der SS-Brigadeführer Kurt Meyer – auch bekannt als „Panzermeyer“ – fand in einem beispielhaften Akt der Resozialisierung bei Andreas eine feine Position als Vertriebsleiter.

Unmittelbar nachdem er wegen Kriegsverbrechen zehn Jahre im Zuchthaus Werl abgesessen hatte.

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10 Antworten to “Oskar Pahnke verstorben”

  1. Berger Says:

    Die abwertende Erwähnung von „Verdiensten“ in den bestzten Niederlanden
    beruht wohl auf schlechten Recherchen und ist unangebracht.
    Oskar Pahke erhielt das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz als tapferer
    Soldat im Einsatz für seine Kameraden an der Ostfront

    • Parteifreund Says:

      Haben Sie sich einmal gefragt, warum Oskar Pahnke nach Kriegsende zehn Jahren im Zuchthaus verbringen musste? Sicher nicht wegen seines Einsatzes an der Ostfront. Es bleibt auch unerheblich wofür Oskar Pahnke seine Auszeichnungen erhielt. Wichtig ist hier doch darzustellen, dass sich ein hochdekorierter SS – Offizier, über seinen Tod hinaus, auf seine alten Seilschaften verlassen kann.
      Er hat seine Strafe verbüßt und soll in Frieden ruhen, aber Ihn in einem Nachruf hoch zu loben geht dann doch ein bisschen zu weit.

      • Jottwe Says:

        Nicht Oskar Pahnke saß zehn Jahre im Zuchthaus Werl, sondern Kurt Meyer (Panzermeyer).
        Ich, Jahrgang 1949, habe Herrn Oskar Pahnke immer als aufrechten und loyalen Demokraten erlebt, der sich stets für Demokratie in Freiheit eingesetzt hat.

      • Berger Says:

        Ich bin kein Angehöriger der Waffen SS gewesen und gehöre auch nicht zu sogenannten Seilschaften.Aber als Hagener Bürger bitte Sie,Ihre unhaltbare Behauptung über 10 Jahre Zuchthausstrafe zu widerrufen.
        Sie haben Oskar Pahnke mit Kurt Meyer verwechselt.

  2. Berger Says:

    Sie haben wohl Kurt M.mit Oskar Pahnke verwechselt

  3. Koala Says:

    Auch wenn der „Parteifreund“ offensichtlich den Artikel nicht richtig gelesen hat, so bleibt es doch eine Tatsache, dass Herr Pahnke Offizier der SS war.

    • Berger Says:

      das braucht von Parteifreund im DGB nicht berichtigt zu werden,sondern
      der Terminus “ Verdienste“ in den Niederlanden

  4. ws Says:

    Die Kommentatoren Jottwe und Berger haben Recht, der Kommentator Parteifreund irrt. Nicht Oskar Pahnke hat 10 Jahre im Zuchthaus verbracht, sondern Kurt Meyer. Meyer war ursprünglich in Kanada zum Tode verurteilt worden, später wurde das Urteil auf 10 Jahre Zuchthaus abgesenkt, die er zum großen Teil in Werl verbüßte.

  5. Harald Helmut Wenk Says:

    Bei so einer „heiklen Angelegenheit“ ist die Verschiebung auf eigene Lesegfeler wohl die „günstigste“ Art an einer Diskussion (nicht) teilzunehemen. Das heisst teilzunehem, ohen etwas zu sagen.

    Im Artikle wird nämlichh nur das Zuchthaubsitzen von Kurt Meyer
    behauptet.

    „Dort war noch ein weiterer Kamerad in der Führungsetage tätig: Der SS-Brigadeführer Kurt Meyer – auch bekannt als „Panzermeyer“ – fand in einem beispielhaften Akt der Resozialisierung bei Andreas eine feine Position als Vertriebsleiter.

    Unmittelbar nachdem er wegen Kriegsverbrechen zehn Jahre im Zuchthaus Werl abgesessen hatte“

    Dieses Phänomen der „Obstruktion“ öffentlicher Debatten ist recht allgemeinen: Die „rhetorischen Tricks“ gehörten zu den ersten Fächern der jungen Universitäten ab vor 700 – 1000 Jahren.

    Die Fordeung nach intellketueller Redlichkeit, Aufrchtigkeit, Authentizität, , Ehrlichkeit ist ein geradezu riesig dicker roter Faden in den öfentlichen Diskussion. Mit der Annahme von 90 % des „Traffics“, um überhaupt „ernsthafte“ „aufrichtige“ Diksssionabsicht herauszufiltern, ist man „gut dabei“.

    Leider ist da auch ganz allgemein in Intenetdiskussionen so. Es wird dort nur mehr und schneller an den Tag gebracht. Gerade die „rechte Szene“ treibt in Internet ein Obstruktion, die schnell auf 99 % des „Traffics“ zum „Herausfiltern von rhetorischen Tricks und Desinformationen“ hinausläuft.“

    SEHR WICHTIG ZU WISSEN.

    Was dann noch ausserhalb des Internet hinzukommt, sorgt für die vielen Vorstrafen der rechten Szene. Die sind beileibe nicht alle aus dem zweiten Weltkrieg.
    Dabei gibt es ein erkleckliche Dunlelziffer. Die Schäden sehen sie wohl, allein es fehlt die Verfolgungsabsicht.

    Schaden, ohne sich strafbar zu machen, ist ein weiteres weites Feld.

  6. Klaas aus Holland Says:

    Er war doch ein kriegverbrecher/ mörder in Holland.

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