Stadtrat Hagen will nicht sparen

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Hagen ist mit 1 Milliarde EURO verschuldet. Das ist eine Zahl mit neun Nullen. Die meisten Taschenrechner sind hiermit überfordert. Eine gewaltige Summe. Da zählt jeder Groschen – nein Euro, der nicht ausgegeben wird. Der Rat der Stadt spart auch, bzw. erhöht Steuern und Gebühren. Die SEWAG, demnächst ENERVIE, trägt ihren Teil zu den Bemühungen den Schuldenberg abzubauen bei. Das Unternehmen erhöht ständig die Strompreise und damit auch die Gewinnabführung an die Stadt. Den Hagenern wird eine Menge zugemutet.

Die Parteien und Wählergemeinschaften wollen aber offensichtlich in ihrem Umfeld nicht sparen. Keiner der ach so vielen Ausschüsse und Beiräte fällt weg. Hier klammern sich alle, quer durch die Parteien und Wählergemeinschaften, an Pöstchen fest – Koste es was es wolle. Was einmal eingeführt wurde gibt man nur ungern wieder her.

Die Aufwandsentschädigungen in den Ausschüssen und Beiräten sind nicht so hoch. Aber damit ist es nicht getan. Die Peripherie, wie das Vorhalten von Räumen, Büromaterial usw. verursacht ebenfalls Kosten.

Vor der Wahl wurde diskutiert, ob Ausschüsse und Beiräte zusammengelegt oder geschlossen werden können. Nach der Wahl wird nicht einmal darüber gesprochen, ob es erforderlich ist, dass auch Wählergruppen in ihnen vertreten sein müssen.

Als Beispiel sei hier die Partei DIE LINKE.Hagen genannt. Zu der ja bekanntlich in der letzten Ratsperiode der SPD´ler Ralph Faust übergelaufen war. Damit errangen die Linken Fraktionsstatus. Sie beanspruchten sofort Plätze in den Ausschüssen und Beiräten. Um deren Verteilung nicht neu berechnen zu müssen, wurden die Ausschüsse kurzerhand mit Vertreter/innen der Linken aufgestockt. So weit so gut. Nach der letzten Wahl verloren die Linken ihren Fraktionsstatus zwar, aber nicht die Ausschuss- und Beiratssitze.

Damit auch Parteien und Wählergemeinschaften ohne Fraktionsstatus Mitglieder in die Ausschüsse und Beiräte entsenden können, hat der Rat in seiner letzten Sitzung die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Änderungen in der Hauptsatzung, sowie in der Geschäfts- und der Zuständigkeitsordnung vorzunehmen und dem Rat vorzulegen.

Für den Fortbestand der Beiräte Senioren und Behinderte steht die Zustimmung des Rates noch aus.

4 Antworten to “Stadtrat Hagen will nicht sparen”

  1. Geht Wählen Says:

    Das ist mal wieder typisch.
    Der Bürger, der permanent von der Stadt mit Erhöhungen aller Art gegängelt wird, wird immer mehr zur Kasse gebeten.

    Und die Herrschaften im Rat, die unser aller Steuergeld verzocken und noch nicht einmal zur Verantwortung gezogen werden, die schieben sich weiter unsere Gelder zu.
    Eklig, einfach eklig, man sollte die alle loswerden.

    Das sich solche Leute noch im Spiegel ansehen können…

    Was brauchen wir sinnlose Dummschwätzer ohne Plan in den Beiräten, die nur Geld kosten..

  2. TheAvenger Says:

    Die Linkspartei, die in Hagen ja wohl nur (zumindest in der Mehrheit) aus Pöstchenjägern besteht, hat sich anscheinend auf einen Deal eingelassen. Warum sollten die anderen Ratsfraktionen sie sonst in die Ausschüsse lassen? Vielleicht ging es darum, die SPD-Altlast Kramps wieder zur Bürgermeisterin zu machen. Der Ratsklüngel versucht halt zu retten, was noch zu retten ist.

  3. robert Says:

    Windeln und Politiker müssen regelmäßig gewechselt werden.

    Aus dem gleichen Grund

  4. Koala Says:

    Leider sind diese erhellenden Artikel nur online zu lesen. In der Printpresse von WP und WR sucht man solche Hinweise vergeblich. Danke Doppelwacholder, weiter so.

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