Gescheiterte Swap-Geschäfte

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Kämmerer pokern um verlorenes Geld

Nicht wenige Städte haben Steuergeld verzockt – in Nordrhein-Westfalen jede dritte Kommune. Nach dem ersten Katzenjammer versuchen die Kämmerer nun, zu retten was zu retten ist – in Geheimgesprächen mit den Banken. (…)

Auch der spektakulärste Fall aus Hagen wird gerade unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Die hoch verschuldete Stadt hatte im Sommer vor dem Wuppertaler Landgericht verloren: Sie bekam zwar für eine Tochtergesellschaft knapp eine Millionen Euro Schadenersatz von der Deutschen Bank zugesprochen.

Die Hauptklage der westfälischen Kommune auf 57 Millionen Euro Schadenersatz wurde hingegen abgewiesen: Die Richter befanden, die Kämmerer hätten ausreichend Erfahrungen mit Spekulationsgeschäften gehabt.

Nun läuft eigentlich die öffentliche Berufung vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf: Vor dem Verhandlungstag Anfang November aber ließ sich die Stadt klammheimlich auf Gespräche über einen Vergleich ein, der sicherlich geringer ist als die ursprünglich geforderte Summe.

„Die Stadt Hagen hat das Gericht um eine Verschiebung gebeten und wir waren offen dafür“, sagt Christian Strecker, Sprecher der Deutschen Bank. Mehr könne er dazu nicht sagen. Ein Sprecher aus Hagen hingegen will die Verhandlungen nicht einmal einräumen. „Das sind laufende Verfahren“, heißt es nur.

Quelle: FR

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