Neu-OB Dehm: Die Claqueure laufen sich warm

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Punktgenau zum Amtsantritt des neuen Hagener Oberbürgermeisters Jörg Dehm (CDU) werden die ersten vorauseilenden Lobeshymnen unters Volk gebracht. Das Anzeigenblatt Wochenkurier ist mit gleich zwei Beiträgen in vorderster Front dabei.

Unter dem Titel „Jörg Dehm übernimmt ab heute die Amtsgeschäfte“ darf der Neue sich in einer Wiederholung eines früheren Artikels noch einmal ausgiebig vorstellen. Ohne eine einzige kritische Anmerkung versteht sich.

„1979 Eintritt in den Kommunaldienst bei der Stadt Mülheim an der Ruhr, ab 1996 war ich Referent des Oberstadtdirektors (Schwerpunkt Personal- und Organisationsfragen), ab 1999 Persönlicher Referent und Büroleiter des Oberbürgermeisters.“

Daß er in dieser Funktion maßgeblich für dubiose Privatisierungen zuständig war, die später zum Rücktritt seines Dienstherren, des damaligen Mülheimer Oberbürgermeisters Baganz, geführt haben – dazu kein Wort.

„Alle Bereiche städtischen Handelns sind im Rahmen der Konsolidierungsschritte der nächsten Jahre immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.“

Im Klartext: Es wird – nach den Vorstellungen von Dehm – auf Kosten der Hagener weiter gekürzt. Die sich angesichts von Wirtschaftskrise und den bisher bekannt gewordenen Plänen der neuen schwarz-gelben Bundesregierung weiter verschärfende miserable Einnahmesituation der Kommunen bleibt in der Debatte außen vor.

In einem Kommentar unter der Masochisten-Überschrift „Blut, Schweiß und Tränen“ preist der Wochenkurier Dehm zusätzlich als einen Kommunal-Messias an, der angeblich sehnsuchtsvoll erwartet wurde, um den Rathaus-Tempel auszumisten. Offensichtlich beseelt vom letzten Urlaub auf dem Lande fabuliert das Alter Ego des Wochenkurier-Chefredakteurs Michael Eckhoff, „Tilo“: „Wir wünschen Ihnen die Kraft und den Schwung eines jungen Weidebullen.“

Und: „Es wäre natürlich obergala, lieber Herr Jung-Oberbürgermeister, wenn Sie die wirklich bemerkenswerten Erfolge in Ihrer Heimatstadt Mülheim auf Hagen übertragen könnten.“

Wenn „Tilo“ da mal nicht „obergala“ mit „obergaga“ verwechselt hat.

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