Atypische Beschäftigung im 5-Jahreshoch

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Eine aktuelle Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aus dem September 2009 nimmt der DGB zum Anlass auf die Entwicklung atypischer Beschäftigung in Hagen hinzuweisen.

Die Studie weist darauf hin, dass sich der Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in den Jahren 2003 bis 2008 von 66.120 auf 67.215 erhöht hat. Bei gleichzeitig zurück gehender Einwohnerzahl in der Stadt eine auf den ersten Blick positive Entwicklung für die Hagener Gewerkschaften.

„Bei genauerer Betrachtung“, so DGB-Kreisvorsitzender Jochen Marquardt, „hat die Datenlage aber einige Haken. Bezogen auf die Anzahl aller Beschäftigten, die im gleichen Zeitraum um rund 6.500 anstieg, ist der Anteil der Sozialversicherungspflichtigen um rund 5 Prozent von 81,6% auf 76,8 % gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem durch die Entwicklung der so genannten atypischen Beschäftigungen gekennzeichnet. Fast 5 Prozent mehr Menschen in Teilzeit und fast eine Verdoppelung der Leiharbeit prägten die Beschäftigungslage zum Ende 2008.“

In der aktuellen Krise erwischt es jetzt in erster Linie die Leiharbeiter. Sie verlieren, so der DGB, ihre Jobs und werden für viele Betriebe zur Manövriermasse in der Personalpolitik. „Von daher“, so Marquardt, „sind wir mehr als enttäuscht, dass der Bundesrat in der vergangenen Woche einen Antrag aus Rheinland-Pfalz und Bremen zur Gleichstellung, der in der Zeitarbeit Beschäftigten, abgelehnt hat.“ Für den DGB wird das Thema auch nach der Bundestagswahl auf der Tagesordnung bleiben.

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