Schleichwerbung für Brandt

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Zum wiederholten Male präsentiert die Westfalenpost einen groß aufgemachten Jubelartikel über die Firma „Brandt-Zwieback“. Diesmal kombiniert mit einem Angestellten der (rote Zahlen schreibenden) Dortmunder Borrusia AG. Brandt wird in dem PR-Beitrag als „Hagener“ Unternehmen verkauft. Das mag formal richtig sein, aber bekanntlich hat Brandt im großen Stil Hagener Arbeitsplätze vernichtet und ist dafür vom Bund noch großzügig mit Subventionen entlohnt worden. Die Produktion findet seitdem in Thüringen statt.

2 Antworten to “Schleichwerbung für Brandt”

  1. Koala Says:

    Carl-Jürgen Brandt, das Adoptivkind von Carl und Betty Brandt, hat 2002 die Produktion nach dem thüringischen Ohrdruf verlegt. Er konnte wohl der Versuchung von 15. Millionen Euro Subventionen aus dem Topf Aufbau Ost und der Aussicht auf geringere Lohnkosten nicht widerstehen. Dabei war es ihm relativ egal, dass trotz größter Bemühungen der Kommunalpolitik den Standort Hagen zu erhalten, mehr als 350 Arbeitsplätze in Hagen vernichtet wurden. Diese Mitarbeiter haben mit dem von der Einkommenssteuer abzuführenden Solidaritätszuschlag ihre eigenen Arbeitsplätze vernichtet. Für die Stadt bedeutete der damalige Schritt Gewerbesteuerausfälle und Mehrkosten für Sozialhilfe. Man muss hier von Millionen ausgehen.
    Immer wieder wurden in der Vergangenheit bei Zwieback – Brandt in Hagen trotz steigender Gewinne Arbeitsplätze abgebaut und immer mit der Begründung, es sei zur Sicherung des Standortes Hagen.
    Aus diesen Gründen ist es für mich unverständlich, dass die Presse Carl-Jürgen Brandt immer wieder positiv darzustellen versucht. Herr Brandt hat mit seinem Verhalten dazu beigetragen, dass die Anzahl der Menschen die auf Transferleistungen angewiesen sind, gestiegen ist.

  2. Allan Quatermain Says:

    Hier irrt Koala ein wenig.

    In den 80er Jahren waren noch ca. 2000 Mitarbeiter in Haspe beschäftigt.
    Mit dem Tod von Betty wurde die Belegschaft pö, a,- pö, abgebaut.
    Zuletzt waren noch ca. 700, zum grössten Teil Frauen in der Produktion beschäftigt.
    Dann kam das mit „Neues Land für die Fa. Brandt“.
    Hierbei wurde das Personal massiv ausgedünnt.
    Beim „Lichtausmachen“ in der Hasper Produktion waren noch ca. 350 Leutchen auf der Lohnliste.
    Das Perverse daran war, obwohl einige die Kündigung schon in der Tasche hatten, durften diese beim „Aufbau Ost“, die dortigen neuen Mitarbeiter an den Maschinen einarbeiten.
    In den Anfangsmonaten wurde fast nur Ausschuss produziert.

    Zu Spitzenzeiten waren lt. Gewerkschaftsangaben ca. 178 Mitarbeiter in 4 fach Schichten, 24 Std./Tag, 7 Tage in der Woche, in der Produktion beschäftigt.
    Der Mitarbeiterstamm in der Produktion soll aber auch abgebaut worden sein.
    Diese Belegschaft produziert aber trotzdem heute mehr, wie in der „guten Hasper Zeit“.
    In der Verwaltung, die in einem Ex-*Weschohaus an der Kölner Str. ist,
    sollen noch 60 Mitarbeiter oder jetzt weniger, beschäftigt sein. Die Wertschätzung des CJB zu Haspe sieht man daran, dass dieses Verwaltungsgebäude seit zig Monaten zum Verkauf angeboten wird.
    Ich btrachte dieses Zwiebackmuseum im Haus Stennert als Augenwischerei.
    So unter dem Motto; der Bürger will verarscht werden.

    In Landshut soll nicht so Tabularasa mit den Mitarbeitern umgegangen worden sein.
    Auch wurden noch ein paar Namenstitel sich einverleibt und einige Produktarten mit Bahlsen getauscht.

    *Wescho versucht es auch noch mal. Nach zig Insolvenzen residieren die jetzt im ehemaligen Ingeneurbüro der Fa. Eberspächer-Bosch.
    Die nennen sich jetzt WESCO.

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