Mitten im Bild

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Ein Beitrag unseres Lesers Kai aus der Kiste

In Garenfeld wird neues Bauland erschlossen. Hochriskant übrigens, was die Vermarktungschancen angeht. Am Samstag in der Westfalenpost wurde berichtet. Mitten im Bild: Der Kandidat, der als Bezirksbürgermeister sein eigener Webmaster ist: Jochen Weber.

Jeder, der schon mal gesehen hat, wie heute in der Tagespresse Fotos arrangiert werden, kennt das Spiel. Da werden die Beteiligten um irgend ein Objekt drapiert und dann muß gestrahlt werden. Sei es um den Pokal für das beste gezüchtete Kaninchen, sei es um den Spaten beim ersten Stich.

Auch dieses Bild ist entsprechend arrangiert: Bildmitte: der groß geplottete Lageplan. Leicht schräg ins Bild gehalten. darüber, mit der deutlichen Geste „mein Plan“ diesen hochhaltend, Jochen in zentraler Position. Die anderen, die Planer, Architekten und Vermarkter, drumherum. Aber so aufgestellt, daß der Blick, wie auf Schienen geführt zu Jochen wandert:

Dem Betrachter wird suggeriert: Hier ist er, der Macher, der Planer, der, der etwas für unsere Stadt tut. Der den Plan des Fortschritts in den Händen hält.

Nun ist Jochen Weber zwar Fraktionsvorsitzender der SPD, aber nicht Bezirksvorsteher im Norden und auch nicht Stadtplaner. Eigentlich hat er auf dem Bild überhaupt nichts zu suchen. Möglich wären der OB oder einer seiner Stellvertreter, der Sprecher das Planungsausschusses oder die Sprecher der Parteien dort. Aber eben nicht Jochen. Oder nur ganz hinten …

Lieber Jochen Weber, diese Art, sich ins Bild schieben und den Macher zu geben finden immer mehr Hagener nur noch zum kotzen. Es ist ja bekannt, daß Du sofort da bist, wenn irgendwo das „Klick“ ertönt, wenn in Hagen der kleine Hebel umgelegt wird, der eine Digitalkamera anstellt.

Über die Risiken des Projektes schrieb die WP: „Kritiker des Projektes verweisen auf Risiken und warnen vor einem finanziellen Desaster für den Gebührenzahler. Denn sollten sich die Anfangserfolge bei der Vermarktung nicht fortsetzen lassen und die HEG auf einigen Grundstücken sitzen bleiben, würde das Projekt Gräweken zum Minusgeschäft.“

Der Artikel: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2009/6/19/news-123167911/detail.html

Dort auch lesenswerte Kommentare.

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